10.139 Kellereinbrüche in Österreich: Warum Banküberfälle fast verschwinden
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Die Statistik zu Kellereinbrüchen zeigt für 2025 einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig sank die Zahl der Wohnraumeinbrüche weiter. Für Hausbesitzer und Mieter bedeutet das: Der Abstellraum rückt stärker ins Visier von Einbrechern als die eigenen vier Wände.
Die Zahl im Detail
Von den 10.139 Kellereinbruchsfällen 2025 waren 5.251 vollendete Taten und 4.888 Versuche, ein Plus von 7,8 % gegenüber dem Vorjahr. Bei Wohnraumeinbrüchen zeigt sich das umgekehrte Bild: Hier sanken die Anzeigen auf 6.828 Fälle, davon 3.472 vollendet und 3.356 im Versuchsstadium.
Keller überholt Wohnung
Laut einer Umfrage des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) gaben 9 % der österreichischen Haushalte an, in den vergangenen zwölf Monaten einen Einbruch oder Einbruchsversuch erlebt zu haben.
Bei 41 % dieser Fälle waren Keller oder Garagen das Ziel, elf Prozent betrafen Kellerabteile in Mehrparteienhäusern. Wohnräume kamen dagegen nur bei vier von zehn Fällen vor. Vor zehn Jahren war dieses Verhältnis noch umgekehrt: Damals waren Wohnungseinbrüche häufiger als Kellereinbrüche.
Warum Einbrecher wechseln
Armin Kaltenegger vom KFV erklärt die Verschiebung damit, dass Täter Konfrontationen mit Bewohnern meiden wollen.
Das zeigt sich auch bei der Aufklärung: Laut Polizeistatistik liegt die Aufklärungsquote bei Kellereinbrüchen bei nur 12,3 % und damit deutlich unter jener anderer Delikte. Das KFV rät deshalb, auch Einbruchsversuche konsequent anzuzeigen, weil dies helfe, Tatserien zu erkennen – zumal Kellereinbrüche oft lange unbemerkt bleiben.
Oberösterreich als Beispiel
Wie stark der Trend regional ausfallen kann, zeigt Oberösterreich. Dort stiegen die Kellereinbrüche 2025 um 82,6 % auf 845 Fälle. Gleichzeitig ereignete sich im gesamten Bundesland kein einziger klassischer Banküberfall.
Insgesamt sanken die angezeigten Delikte in Oberösterreich um 1,4 % auf 66.784 Fälle, bei einer Aufklärungsquote von 60,7 %.
Andere Deliktarten im Vergleich
Auch bei anderen Eigentumsdelikten zeigte sich 2025 eine Verschiebung: Kfz-Diebstähle gingen in Oberösterreich um 35,3 % auf 143 Fälle zurück. Im Gegensatz dazu stieg Cybercrime im engeren Sinne um 24,5 %, wobei die Aufklärungsquote hier bei nur gut jedem fünften Fall lag – deutlich unter dem Durchschnitt der übrigen Delikte.