Fakten-Glossar
Begriffe, die Zahlen erst verständlich machen: mit Definition in einem Satz, Beispiel und dem Irrtum, der am häufigsten vorkommt.
A
- Abgabenquote
- Die Abgabenquote misst, welchen Anteil Steuern und Sozialbeiträge zusammen am Bruttoinlandsprodukt haben, und ist damit breiter gefasst als die Steuerquote.
- Absolutes Risiko
- Das absolute Risiko gibt an, wie wahrscheinlich ein Ereignis innerhalb einer bestimmten Zeit tatsächlich eintritt, zum Beispiel: 3 von 1.000 Menschen in einem Jahr.
- Aktie
- Eine Aktie ist ein Wertpapier über einen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft; wer sie hält, ist Miteigentümer des Unternehmens und haftet nicht für dessen Schulden.
- Anleihe
- Mit einer Anleihe leiht ein Staat oder Unternehmen sich Geld am Kapitalmarkt: Der Käufer erhält meist feste Zinsen und am Laufzeitende den Nennwert zurück.
- Äquivalenzeinkommen
- Das Äquivalenzeinkommen rechnet das Einkommen eines Haushalts so um, dass Haushalte verschiedener Größe vergleichbar werden, weil zwei Menschen zusammen nicht doppelt so viel zum Leben brauchen wie einer.
- Arbeitslosenquote
- Die Arbeitslosenquote gibt an, welcher Anteil der Menschen, die arbeiten oder Arbeit suchen, gerade arbeitslos ist, und ihre Höhe hängt davon ab, wer als arbeitslos gilt.
- Arbeitsproduktivität
- Arbeitsproduktivität misst, wie viel Wirtschaftsleistung auf einen Erwerbstätigen oder eine Arbeitsstunde entfällt, und sagt dabei wenig darüber aus, wie fleißig Menschen arbeiten.
- Arithmetisches Mittel
- Alle Werte zusammenzählen und durch ihre Anzahl teilen: Das Ergebnis ist das arithmetische Mittel, das im Alltag meist einfach Durchschnitt heißt.
- Armutsgefährdungsquote
- Die Armutsgefährdungsquote gibt den Anteil der Menschen an, deren gewichtetes Haushaltseinkommen unter 60 % des mittleren Einkommens im eigenen Land liegt, und misst daher relative Einkommensarmut.
- Auftragseingang
- Der Wert aller Bestellungen, die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes in einem Monat fest angenommen haben, und damit ein Hinweis auf die Produktion der kommenden Zeit.
B
- Basiseffekt
- Ein Basiseffekt entsteht, wenn der Vergleichswert ungewöhnlich hoch oder niedrig war und deshalb eine Veränderungsrate verzerrt, ohne dass sich aktuell viel geändert hat.
- Basisjahr
- Das Basisjahr ist der Bezugspunkt eines Index: Sein Wert wird auf 100 gesetzt, und alle anderen Jahre werden daran gemessen.
- Beitragsbemessungsgrenze
- Die Beitragsbemessungsgrenze ist der Bruttobetrag, bis zu dem Sozialbeiträge anfallen, und der Verdienst darüber bleibt beitragsfrei, erhöht in der Rentenversicherung auch die spätere Rente nicht.
- Bereinigter Gender Pay Gap
- Der bereinigte Gender Pay Gap ist der Verdienstabstand, der übrig bleibt, wenn Frauen und Männer mit vergleichbaren Merkmalen wie Beruf, Branche und Qualifikation verglichen werden.
- Bilanz
- Die Gegenüberstellung von Vermögen und dessen Finanzierung eines Unternehmens an einem Stichtag: links, was vorhanden ist, rechts, wem es rechnerisch zusteht.
- Bonität
- Bonität ist ein Maß für die Kreditwürdigkeit eines Schuldners; sie beschreibt, wie zuverlässig er seine Zahlungen voraussichtlich leistet, ob Privatperson, Unternehmen oder Staat.
- Börsenindex
- Ein Börsenindex fasst die Kursentwicklung einer festgelegten Gruppe von Wertpapieren in einer Zahl zusammen, der DAX etwa für die 40 größten deutschen Aktiengesellschaften.
- Bruttoinlandsprodukt
- Das Bruttoinlandsprodukt misst den Wert dessen, was innerhalb der Landesgrenzen in einem Quartal oder Jahr erwirtschaftet wird, nach Abzug aller Vorleistungen.
- Bruttolohn
- Der Bruttolohn ist das vereinbarte Arbeitsentgelt vor Abzug von Steuern und Sozialbeiträgen der Beschäftigten, enthält aber nicht die Kosten, die der Arbeitgeber zusätzlich trägt.
- Bruttonationaleinkommen
- Das Bruttonationaleinkommen zählt die Einkommen der Inländer, also das Bruttoinlandsprodukt abzüglich der ans Ausland fließenden und zuzüglich der von dort kommenden Primäreinkommen.
C
D
- Deflation
- Von Deflation spricht man, wenn das Preisniveau über längere Zeit auf breiter Front sinkt, nicht schon bei einem kurzen Rückgang.
- Disinflation
- Disinflation heißt: Die Inflationsrate geht zurück, bleibt aber positiv, die Preise steigen also weiter, nur langsamer als zuvor.
- Dividende
- Die Dividende ist der Teil des ausgeschütteten Gewinns einer Aktiengesellschaft, der auf eine einzelne Aktie entfällt; über die Ausschüttung entscheidet die Hauptversammlung.
- Durchschnittssteuersatz
- Der Durchschnittssteuersatz gibt an, welcher Anteil des gesamten zu versteuernden Einkommens tatsächlich als Einkommensteuer gezahlt wird, also Steuerbetrag geteilt durch Einkommen.
E
- EBIT
- Abkürzung für „earnings before interest and taxes“: das operative Ergebnis eines Unternehmens vor Zinsen und Steuern, das zeigen soll, was das Geschäft selbst abwirft.
- EBITDA
- Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, also das EBIT zuzüglich der Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Werte wie Lizenzen.
- Effektivzins
- Der effektive Jahreszins drückt die Gesamtkosten eines Verbraucherkredits als jährlichen Prozentsatz aus und macht Angebote mit unterschiedlichen Gebühren und Raten vergleichbar.
- Eigenkapital
- Der Teil der Finanzierung eines Unternehmens, der den Eigentümern zusteht und rechnerisch dem Vermögen abzüglich aller Schulden entspricht.