Beispiel
Zwei Angebote lauten auf 3.000 Euro brutto im Monat. In Deutschland ist das bei zwölf Monatszahlungen eine Jahressumme von 36.000 Euro. In Österreich, wo oft auch ein 13. und 14. Monatsbezug fließen, sind es bei vierzehn Zahlungen 42.000 Euro. Monatliche Bruttowerte zwischen beiden Ländern sind daher nur vergleichbar, wenn Sie die Zahl der Zahlungen kennen.
Der häufige Irrtum
Brutto ist weder das, was auf dem Konto ankommt, noch das, was die Stelle den Arbeitgeber kostet. Die Stelle kostet mehr, denn der Arbeitgeber zahlt zum Beispiel eigene Sozialbeiträge. Diese zählen als Lohnnebenkosten und erscheinen nicht im Bruttolohn.
Was alles dazugehört
Für die Sozialversicherung in Deutschland zählen laufende und einmalige Einnahmen aus der Beschäftigung als Arbeitsentgelt, gleich unter welchem Namen und in welcher Form sie gezahlt werden. Das Statistische Bundesamt rechnet zu den Bruttoverdiensten neben der Bezahlung für geleistete Arbeit auch Sonderzahlungen, vermögenswirksame Leistungen, die Vergütung für Urlaub und Feiertage sowie Sachleistungen.
Verschiedene Statistiken nutzen dabei nicht denselben Bruttobegriff. Der Stundenverdienst, den das Bundesamt beim Gender Pay Gap verwendet, rechnet ohne Sonderzahlungen. Prüfen Sie deshalb bei einer veröffentlichten Bruttozahl immer, was sie einschließt.