Zum Inhalt springen
Startseite Glossar Arithmetisches Mittel

Arithmetisches Mittel

Alle Werte zusammenzählen und durch ihre Anzahl teilen: Das Ergebnis ist das arithmetische Mittel, das im Alltag meist einfach Durchschnitt heißt.

Beispiel

Drei Haushalte zahlen 600, 800 und 1.600 Euro Miete. Zusammen sind das 3.000 Euro, geteilt durch drei ergibt 1.000 Euro. Kein einziger der drei Haushalte zahlt genau diesen Betrag. Das Mittel ist ein Rechenwert und muss nirgends tatsächlich vorkommen.

Der häufige Irrtum

Zwei Durchschnitte lassen sich nicht einfach noch einmal mitteln. In Abteilung A verdienen 10 Beschäftigte im Schnitt 2.000 Euro, in Abteilung B 90 Beschäftigte im Schnitt 3.000 Euro. Der Durchschnitt des Betriebs liegt nicht bei 2.500 Euro, sondern bei 2.900 Euro: 290.000 Euro Lohnsumme, verteilt auf 100 Köpfe.

Wie weit es vom typischen Fall entfernt sein kann

Sehr hohe Einzelwerte ziehen das Mittel nach oben. Das Statistische Bundesamt nennt für Vollzeitbeschäftigte in Deutschland im Jahr 2025 ein arithmetisches Mittel von 64.441 Euro brutto, den Median dagegen bei 54.066 Euro. Der Abstand von 10.375 Euro geht vor allem auf besonders hohe Verdienste zurück.

Durchschnitt ist nicht gleich Durchschnitt

Das Wort Durchschnitt kann auch den Median oder den häufigsten Wert meinen. Steht in einer Meldung nur „im Schnitt“, bleibt ohne weitere Angabe offen, welcher Wert gemeint ist. Es passt gut, wenn eine Gesamtsumme gedanklich gleichmäßig verteilt werden soll, etwa die Lohnsumme eines Betriebs auf alle Beschäftigten.

Quellen

Stand: November 2026. Dieser Eintrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Beratung.