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Bruttonationaleinkommen

Das Bruttonationaleinkommen zählt die Einkommen der Inländer, also das Bruttoinlandsprodukt abzüglich der ans Ausland fließenden und zuzüglich der von dort kommenden Primäreinkommen.

Beispiel

Ein Land erwirtschaftet ein BIP von 100 Milliarden Euro. Ins Ausland fließen 3 Milliarden Euro Primäreinkommen, etwa Gehälter an Einpendler und Gewinne an ausländische Eigentümer. Aus dem Ausland kommen 5 Milliarden Euro herein. Das Bruttonationaleinkommen beträgt 102 Milliarden Euro.

Der häufige Irrtum

Rentenzahlungen oder Überweisungen an Verwandte ins Ausland verändern diese Rechnung nicht. Abgezogen und hinzugezählt werden nur Primäreinkommen, also vor allem Entgelte für Arbeit und Erträge aus Kapital. Wer aus Salzburg nach Bayern pendelt, arbeitet im deutschen BIP und zählt mit seinem Gehalt zum österreichischen Bruttonationaleinkommen.

Wann der Unterschied zählt

Das BIP fragt, wo produziert wurde, das Bruttonationaleinkommen, wem das Einkommen zufließt. Für Vergleiche der Einkommen ist die zweite Frage die passendere, besonders in Ländern mit vielen Grenzgängern oder hohen Auslandsgewinnen. Die EU-Kommission prüft über Eurostat zudem Quellen und Methoden, mit denen die Mitgliedstaaten ihr Bruttonationaleinkommen berechnen, weil sich danach ein großer Teil der EU-Einnahmen richtet.

Quellen

Stand: November 2026. Dieser Eintrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Beratung.