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CO2-Preis

Der CO2-Preis verteuert fossile Brennstoffe, weil Unternehmen, die sie in Verkehr bringen, für jede Tonne Kohlendioxid ein Zertifikat brauchen.

Beispiel

Ein Preis von 55 Euro je Tonne sind 5,5 Cent je Kilogramm CO2. Verursacht ein Haushalt mit Heizung und Auto angenommen 4 Tonnen im Jahr, ergibt das 220 Euro. Am oberen Ende des deutschen Korridors für 2026, 65 Euro je Tonne, wären es 260 Euro. Die Umsatzsteuer und andere Preisaufschläge sind darin nicht enthalten.

Der häufige Irrtum

Sie überweisen den CO2-Preis nicht selbst und auch nicht an die Tankstelle als eigenen Posten. Verantwortlich ist nach dem deutschen Gesetz, wer die Brennstoffe in Verkehr bringt. Bei Ihnen kommt der Preis über dessen Kalkulation an. Der Preis ist zudem nicht derselbe wie im EU-Emissionshandel für Kraftwerke und Industrie: Das nationale System gilt ausdrücklich nur für Emissionen, die dort nicht schon erfasst sind.

Zwei Länder, bald ein System

Deutschland hat von 25 Euro im Jahr 2021 auf 55 Euro im Jahr 2025 erhöht und für 2026 laut § 10 BEHG einen Korridor von 55 bis 65 Euro vorgesehen; laut Deutscher Emissionshandelsstelle beschloss der Bundestag am 15. Oktober 2026, ihn für 2027 fortzuführen. Österreich begann 2022 mit 30 Euro; laut Finanzministerium beträgt der Festpreis 2025 bis 2027 je 55 Euro. Beide Systeme sollen in den neuen EU-Handel für Brennstoffe übergehen, der laut EU-Kommission 2028 voll startet, nachdem sich die EU-Umweltminister im November 2025 auf die Verschiebung geeinigt hatten.

Quellen

Stand: November 2026. Dieser Eintrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Beratung.