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Auftragseingang

Der Wert aller Bestellungen, die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes in einem Monat fest angenommen haben, und damit ein Hinweis auf die Produktion der kommenden Zeit.

Beispiel

Ein Index steht im Vormonat bei 100. Im aktuellen Monat kommen normale Bestellungen im selben Umfang herein, dazu ein einzelner Großauftrag über 30 Punkte. Die Meldung lautet: plus 30 Prozent. Ohne Großaufträge steht dort: unverändert. Das Statistische Bundesamt bildet deshalb einen eigenen Index ohne Großaufträge.

Der häufige Irrtum

Ein Plus beim Auftragseingang heißt nicht, dass die Fabriken jetzt mehr herstellen. Aufträge sind Zusagen für später, ein Großauftrag kann über Jahre abgearbeitet werden. Darum gelten sie als Frühindikator. Wie schnell sie in Produktion und Umsatz ankommen, zeigt sich erst in den Folgemonaten.

Was genau gezählt wird

Erfasst wird der Wert ohne Umsatzsteuer aller fest akzeptierten Aufträge über selbst hergestellte oder in Lohnarbeit gefertigte Erzeugnisse. Einbezogen sind nur Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten. Das Handwerk um die Ecke fehlt also ebenso wie jede Dienstleistung. Vorläufige Ergebnisse gibt das Amt circa fünf Wochen nach Ende des Berichtsmonats heraus.

Inland und Ausland

Die Statistik trennt Bestellungen aus dem Inland von denen ausländischer Auftraggeber. So lässt sich sehen, ob ein Rückgang von der heimischen Nachfrage kommt oder vom Export. Die hier beschriebene Abgrenzung gilt für die deutsche Statistik.

Quellen

Stand: November 2026. Dieser Eintrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Beratung.