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Startseite Glossar EBIT

EBIT

Abkürzung für „earnings before interest and taxes“: das operative Ergebnis eines Unternehmens vor Zinsen und Steuern, das zeigen soll, was das Geschäft selbst abwirft.

Beispiel

Zwei Firmen erzielen je 150 Euro EBIT. Firma A hat hohe Kredite und zahlt 60 Euro Zinsen, ihr bleiben vor Steuern 90 Euro. Firma B hat keine Schulden und behält die vollen 150 Euro. Das Geschäft läuft gleich gut, die Eigentümer stehen sehr unterschiedlich da. Beide Aussagen stimmen, sie beantworten nur verschiedene Fragen.

Der häufige Irrtum

EBIT klingt wie eine amtliche Größe. Im Gliederungsschema des deutschen Handelsgesetzbuchs kommt es aber nicht vor. Unternehmen berechnen es selbst und entscheiden mit, welche Posten sie einbeziehen. Zwei EBIT-Zahlen sind daher nur vergleichbar, wenn beide gleich gerechnet wurden.

Von der Gewinn- und Verlustrechnung zum EBIT

Der einfache Weg führt rückwärts: Jahresüberschuss von 90 Euro, plus 40 Euro Steuern, plus 20 Euro Zinsen, ergibt 150 Euro. Die Bundesbank nutzt in ihrer Konzernstatistik die Bezeichnung operatives Ergebnis und bildet daraus auch eine Umsatzrendite.

Die europäische Wertpapieraufsicht ESMA zählt operative Ergebnisgrößen zu den alternativen Leistungskennzahlen. Ihre Leitlinien sehen vor, dass Emittenten solche Zahlen definieren, verständlich benennen und auf den Abschluss überleiten. Diese Überleitung lohnt den Blick, wenn eine Meldung nur ein „bereinigtes EBIT“ nennt.

Quellen

Stand: November 2026. Dieser Eintrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Beratung.