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Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote gibt an, welcher Anteil der Menschen, die arbeiten oder Arbeit suchen, gerade arbeitslos ist, und ihre Höhe hängt davon ab, wer als arbeitslos gilt.

Arbeitslosenquote Deutschland 4,1 % Eurostat · 09/2026

Beispiel

In einem Land sind 42 Millionen Menschen erwerbstätig, 3 Millionen sind arbeitslos. Die Bezugsgröße sind beide Gruppen zusammen, also 45 Millionen. 3 geteilt durch 45 ergibt rund 6,7 %. Die Bevölkerung insgesamt spielt keine Rolle: Kinder, Rentner und Studierende, die nichts suchen, stehen weder im Zähler noch im Nenner.

Der häufige Irrtum

Es gibt nicht die eine Quote. Die Monatszahl aus den Nachrichten ist in Deutschland meist die der Bundesagentur für Arbeit, gezählt werden dort gemeldete Personen. Die Vergleichszahl der EU beruht auf einer Befragung nach den Regeln der Internationalen Arbeitsorganisation ILO. Beide Werte liegen auseinander und lassen sich nicht direkt gegeneinander lesen.

Warum zwei Zählungen verschiedene Menschen erfassen

Bei der ILO-Zählung ist erwerbstätig, wer in der Woche mindestens eine Stunde gegen Bezahlung gearbeitet hat. Erwerbslos ist, wer nicht arbeitet, in den letzten vier Wochen aktiv gesucht hat und binnen zwei Wochen anfangen könnte. Eine Meldung beim Amt ist dafür nicht nötig. Umgekehrt kann jemand mit zehn Wochenstunden in Deutschland bei der Arbeitsagentur als arbeitslos geführt sein, bei der ILO aber als erwerbstätig zählen, denn die Grenze der Agentur liegt bei 15 Stunden.

In Österreich kommt ein Unterschied im Nenner hinzu. Das AMS teilt die vorgemerkten Arbeitslosen durch die Summe aus Arbeitslosen und unselbstständig Beschäftigten. Selbstständige fehlen also im Nenner, was die nationale Quote erhöht. Das AMS weist deshalb darauf hin, dass die internationale Quote stets niedriger ist als die Registerquote.

Quellen

Stand: November 2026. Dieser Eintrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Beratung.