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Aktie

Eine Aktie ist ein Wertpapier über einen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft; wer sie hält, ist Miteigentümer des Unternehmens und haftet nicht für dessen Schulden.

Beispiel

Ein Unternehmen hat sein Grundkapital in 100.000 Aktien aufgeteilt. Mit 1.000 Stück halten Sie 1 Prozent der Anteile, mit den Rechten, die daran hängen. Geht die Firma insolvent, können die Aktien wertlos werden. Mehr als Ihren Einsatz verlieren Sie durch die Beteiligung aber nicht, denn Gläubiger können nur auf das Vermögen der Gesellschaft zugreifen, nicht auf Ihres. Das gilt in Deutschland wie in Österreich.

Der häufige Irrtum

Wer eine Aktie an der Börse kauft, gibt dem Unternehmen kein Geld. Das Geld geht an den bisherigen Besitzer. Frisches Kapital erhält das Unternehmen, wenn es selbst neue Aktien ausgibt. Umgekehrt kann ein Aktionär aussteigen, ohne der Gesellschaft Eigenkapital zu entziehen.

Was eine Aktie an Rechten mitbringt

Stammaktien berechtigen, an der Hauptversammlung teilzunehmen und dort abzustimmen, außerdem zum Bezug einer Dividende, wenn eine beschlossen wird. Vorzugsaktien haben in der Regel kein Stimmrecht, dafür meist eine höhere Dividende.

Das unterscheidet die Aktie von der Anleihe: Ein Anleihekäufer ist Gläubiger mit festem Anspruch auf Zinsen und Rückzahlung. Ein Aktionär ist Miteigentümer ohne solchen festen Anspruch. Eine Aktie hat auch keine Laufzeit, sie endet nicht von selbst. Ihr Kurs entsteht laufend aus Angebot und Nachfrage an der Börse.

Quellen

Stand: November 2026. Dieser Eintrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Beratung.