14 Millionen Euro Schaden durch U-Bahn-Brand: Was der Bericht über Wartungsmängel offenbart
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Der Schaden durch den U1-Brand vom 19. November 2024 summiert sich auf rund 14 Millionen Euro. Ein Untersuchungsbericht der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (SUB) führt den Kurzschluss auf Wartungsmängel bei den Wiener Linien zurück.
Die Zahl und ihre Herkunft
Der Bericht der SUB umfasst 81 Seiten und rechnet den Schaden an Fahrzeug und Infrastruktur zusammen. Allein der Ersatz des ausgebrannten Wagens der Baureihe X kostet schätzungsweise 11,4 Millionen Euro, der ausgebrannte Zug selbst hatte zuvor nur noch einen Restwert von 89.000 Euro. Hinzu kommt ein Schaden an der Infrastruktur von 2.733.205,72 Euro, den die SUB beziffert.
Was den Brand auslöste
Ein Isolationsschaden an der Verkabelung verursachte einen Kurzschluss, aus dem sich der Brand entwickelte. Nach Angaben des Bundesministeriums für Inneres hielt der betroffene Reservezug ohne Fahrgäste zwischen den Stationen Taubstummengasse und Hauptbahnhof Südtirolerplatz, als die Fahrerin gegen 16:37 Uhr eine Rauchwolke bemerkte. Die Feuerwehr meldete den Brand nach rund 90 Minuten als gelöscht.
Wartungsmängel laut SUB
Ein Schutzschalter, der den Kurzschluss hätte verhindern sollen, löste laut dem Bericht nicht aus. Die Sicherheitsuntersuchungsstelle führt diesen Fehler auf eine mangelhafte Wartung des Hauptschalters zurück und wirft den Wiener Linien vor, Wartungsintervalle nicht gemäß Herstellervorgaben eingehalten zu haben.
Der Kabelschaden hätte demnach bereits bei einer B-Revision des Zuges erkannt werden können, die nur eine Woche vor dem Brand in Heiligenstadt stattfand.
Folgen für Fahrgäste und Zug
Durch den Brand wurden fünf Personen leicht verletzt, die Fahrerin wurde wegen eingeatmeter Rauchgase zur Kontrolle in ein Spital gebracht. Die Strecke der U1 blieb anschließend zehn Tage gesperrt. Der betroffene Zug war zum Zeitpunkt des Brands bereits 31 Jahre alt und hatte zuvor rund 2,5 Millionen Kilometer ohne größere Zwischenfälle zurückgelegt.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.