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Eigenkapitalquote

Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme, der zeigt, wie viel vom Vermögen eines Unternehmens nicht mit fremdem Geld finanziert ist.

Beispiel

Bei 300 Euro Eigenkapital und 1.000 Euro Bilanzsumme liegt die Quote bei 30 Prozent. Tilgt die Firma aus ihrem Guthaben 200 Euro Kredit, schrumpft die Bilanzsumme auf 800 Euro. Das Eigenkapital bleibt gleich, die Quote steigt auf 37,5 Prozent. Verdient hat das Unternehmen dabei keinen Cent.

Der häufige Irrtum

Eine steigende Quote wird gern als Zeichen wachsender Stärke gelesen. Sie kann aber auch daher kommen, dass die Firma schrumpft oder ihr Guthaben aufbraucht. Umgekehrt senkt ein gut laufendes Wachstum auf Kredit die Quote. Der Blick auf die Euro-Beträge gehört deshalb dazu.

Nicht jede Quote misst das Gleiche

Die Bundesbank nennt ihre Größe Eigenmittelquote und definiert sie als Eigenmittel im Verhältnis zur Bilanzsumme. Zu den Eigenmitteln rechnet sie auch Gesellschafterdarlehen mit Rangrücktritt und zieht zum Beispiel eigene Anteile ab. Eine Quote aus dem Geschäftsbericht kann deshalb anders ausfallen.

Bei Nichtkapitalgesellschaften ist der Wert laut Bundesbank oft nach unten verzerrt, weil nicht das gesamte haftende Kapital in der Bilanz steht. Der Betrieb sieht dünner finanziert aus, als er ist, wenn etwa das Privatvermögen des Inhabers mithaftet. Die Quote kann sogar negativ sein: Dann liegt das Fremdkapital über 100 Prozent der Bilanzsumme.

Quellen

Stand: November 2026. Dieser Eintrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Beratung.