500.000 Euro statt 1 Million: Warum Chase die Grenze für 4 Prozent Zinsen kappt
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Chase, die deutsche Digitalbank von J.P. Morgan, senkt die Obergrenze für ihre Chase Zinsen von 4 Prozent beim Tagesgeld von bisher 1 Million Euro auf 500.000 Euro. Die Anpassung begründet die Bank mit dem starken Kundenandrang seit dem Start in Deutschland.
Die neue Grenze
Seit dem 3. September 2026 gilt die niedrigere Grenze für alle neuen Kunden, die ein Konto eröffnen. Bis zu dieser Summe zahlt Chase in den ersten vier Monaten 4 % Zinsen pro Jahr. Für den Teil des Guthabens, der darüber liegt, gilt von Anfang an ein variabler Basiszins von 2 % pro Jahr.
Zuvor galt mehr
Wer sein Konto vor dem Stichtag eröffnet hat, profitiert weiter von der alten Regelung: Diese Bestandskunden erhalten den vollen Zinssatz von 4 % auf das gesamte Guthaben in den ersten vier Monaten, unabhängig von der Höhe. Erst danach sinkt der Zins für alle Kunden auf den variablen Bestandskundenzins von 2 % pro Jahr. Eine Mindestanlage verlangt die Bank nicht.
Warum Chase kürzt
Chase begründet den Schritt mit dem starken Erfolg des Angebots seit dem Marktstart in Deutschland. Angekündigt hatte JPMorgan Chase den Markteintritt für das zweite Quartal 2026. Das Mutterhaus J.P. Morgan gilt als größtes Finanzdienstleistungsunternehmen der USA, mit einer Bilanzsumme von 4,4 Billionen US-Dollar und einem Eigenkapital von 362 Milliarden US-Dollar zum Jahresende 2025.
Schutz der Einlagen
Für Sparer zählt neben dem Zins vor allem die Sicherheit der Einlage. Chase unterliegt der deutschen Einlagensicherung, die pro Kunde und Bank bis zu 100.000 Euro abdeckt. Beträge darüber sind im Fall einer Bankenpleite durch die gesetzliche Sicherung nicht geschützt.
Zusätzlich gibt Chase eine freiwillige erweiterte Sicherung über den Bundesverband Deutscher Banken an, die bis zu 3 Millionen Euro pro Kunde abdecken soll – eine freiwillige Zusage, keine gesetzliche Garantie.
Konto nur per App
Chase tritt in Deutschland als reine Digitalbank ohne Filialen auf. Kontoeröffnung, Kontoführung und Kontoauflösung sind kostenfrei, die Verifizierung erfolgt per eID und Video-Ident. Zinsen werden täglich nach der act/act-Methode berechnet und am ersten Tag des Folgemonats gutgeschrieben. Über die App lassen sich größere Beträge auszahlen, ab einer bestimmten Höhe ist dafür ein Telefonanruf beim Kundenservice nötig.
Am deutschen Standort Berlin beschäftigt JPMorgan Chase nach eigenen Angaben derzeit 150 Mitarbeiter für die Retail-Banking-Sparte, geplant ist ein Ausbau auf rund 400 Beschäftigte. Der europäische Hauptsitz der Bank bleibt in Frankfurt.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.