Inflation Europa: Warum die Börsen jetzt optimistischer werden
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Europäische Aktienmärkte könnten am Montag mit Kursgewinnen starten. Anleger setzen auf nachlassende Inflationssorgen in Europa und den USA, nachdem das Fed-Zinsfutures-Tool der CME Group eine Wahrscheinlichkeit von 82,8 % zeigt, dass die US-Notenbank ihre Leitzinsen nach der Erhöhung im Vormonat unverändert lässt.
Berichtssaison im Blick
Parallel dazu beginnt eine umfangreiche Berichtssaison. Die Finanzinstitute Citigroup, JPMorgan Chase, Wells Fargo und Bank of America legen in dieser Woche ihre Quartalszahlen vor. Auch die Gesundheitskonzerne Johnson & Johnson und UnitedHealth veröffentlichen ihre Ergebnisse. Der Halbleiterhersteller ASML folgt am Mittwoch. Eine Kombination aus starken Unternehmensgewinnen und rückläufiger Inflation böte das günstigste Umfeld für Aktien.
Ölpreis unter Druck
Der Ölpreis stützt die Stimmung zusätzlich: Rohöl der Sorte Brent fiel um mehr als 1 % und notiert bei rund 103 US-Dollar pro Barrel. Hintergrund sind mehrere geopolitische Entwicklungen.
Waffenruhe ohne Reaktion
Moskau hat auf die Ankündigung bislang nicht reagiert. Russische Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur hielten nach der Ankündigung an.
Unruhe in Asien
Auch im Nahen Osten bleibt die Lage angespannt: Huthi-Milizen griffen die Luftfahrtinfrastruktur Saudi-Arabiens an, Trump prüft nach eigenen Angaben eine Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien gegen die Miliz im Jemen.
Für die US-Notenbank gilt eine Zinserhöhung um einen Viertelpunkt auf der Dezembersitzung weiterhin als wahrscheinlich. In Asien trübte sich die Stimmung dagegen deutlich ein: Südkoreas Kospi-Index fiel um knapp 3 %, belastet durch eine schwächere Stimmung im Halbleitersektor.