Gasprüfung schützt Leben: Fakten von KFZ Kleindienst
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Eine Gasanlage im Wohnmobil oder auf dem Boot arbeitet unauffällig, bis sie es nicht mehr tut. Weil Kohlenmonoxid weder zu sehen noch zu riechen ist, bleiben Undichtheiten oder eine fehlerhafte Verbrennung oft unbemerkt, bis es ernst wird. Rund um die vorgeschriebene Gasprüfung halten sich dennoch hartnäckige Fehlannahmen: Sie sei reine Bürokratie, ein neues Fahrzeug brauche sie nicht und der Versicherungsschutz hänge ohnehin nicht daran. Der KFZ-Meisterbetrieb KFZ Kleindienst in Pöllau prüft Freizeitfahrzeuge und Boote seit Jahren nach G107, G108 und ISO 10239 und kennt die Diskrepanz zwischen Annahme und Prüfbefund aus der täglichen Praxis.
Warum die Gasprüfung mehr ist als ein Stück Papier
Gasanlagen in Freizeitfahrzeugen sind Verschleißteilen ausgesetzt, die dauerhaft in Bewegung sind. Vibrationen auf schlechten Straßen, Temperaturwechsel zwischen Winterlager und Hochsommer, Feuchtigkeit im Bootsrumpf, all das belastet Verschraubungen, Dichtungen und Schlauchleitungen über Jahre hinweg. Vorgesehen ist die Prüfung zu Beginn des Anlagenbetriebs und danach im Zweijahresrhythmus, ein Intervall, das sich nicht aus Formalismus ergibt, sondern aus dem realen Alterungsverhalten der Bauteile. Bei KFZ Kleindienst zeigt sich immer wieder, dass Mängel selten offensichtlich auftreten: Es ist der leicht poröse Schlauch, der schwergängige Absperrhahn oder die verstellte Lüftungsöffnung, die in Summe zum Risiko werden. Kohlenmonoxid entsteht bei unvollständiger Verbrennung, ist farb- und geruchlos und wirkt im geschlossenen Innenraum eines Wohnmobils oder einer Bootskajüte besonders gefährlich.
Mythos „Neu heißt sicher“: was die Prüfung tatsächlich umfasst
Ein verbreiteter Irrtum lautet, dass fabrikneue oder selten genutzte Fahrzeuge von der Gasprüfung ausgenommen wären. Tatsächlich beginnt die Prüfpflicht bereits mit der Inbetriebnahme der Anlage, und gerade bei nachträglichen Einbauten, zusätzlicher Heizung, Außensteckdose, umgebauter Küchenzeile, entstehen Schwachstellen, die von außen unsichtbar bleiben. Geprüft werden die Dichtheit der gesamten Anlage, die Funktion von Absperreinrichtungen und Reglerschutz, die Zugänglichkeit der Bedienelemente sowie das Flammenbild an Herd und Gasgeräten. Dazu kommen die Lüftungsöffnungen, deren Querschnitt bei Umbauten häufig zugestellt wird, und eine Sicht- und Funktionskontrolle aller sicherheitsrelevanten Bauteile. Ein Detail wird dabei besonders häufig unterschätzt: Schlauchleitungen sind spätestens nach zehn Jahren zwingend zu tauschen, unabhängig davon, wie unversehrt sie aussehen.
Versicherungsschutz und Haftung: der unterschätzte Nebeneffekt
Neben dem Sicherheitsaspekt hat die Gasprüfung eine zweite Dimension, die vielen Haltern erst im Schadensfall bewusst wird. Zahlreiche Versicherer setzen einen gültigen Prüfnachweis voraus; fehlt er, kann es bei der Schadensregulierung zu Leistungseinschränkungen kommen, ausgerechnet dann, wenn der finanzielle Druck am größten ist. Hinzu kommt ein rechtlicher Rahmen, der den Prüfer selbst in die Pflicht nimmt: Werden gravierende Mängel festgestellt, ist die Anlage zu sperren, bis die Instandsetzung erfolgt ist. Das mag im Moment unangenehm sein, verhindert aber genau jene Weiterfahrt, die im Ernstfall teuer oder gefährlich endet. Wer Prüftermine über Jahre aufschiebt, spart nach der Erfahrung von KFZ Kleindienst selten Geld. Die Reparatur eines länger unentdeckten Schadens fällt fast immer aufwendiger aus als die frühzeitige Behebung.
Wer darf prüfen? Qualifikation nach G107 und G108
Prüfberechtigt sind ausschließlich Gasfachkundige mit abgeschlossener Ausbildung, etwa nach G107 oder G108, wobei jeder Sachkundige nur jene Prüfungen durchführen darf, für die er auch geschult wurde. Die Lehrgänge werden unter anderem von der Caravaning-Akademie angeboten, regelmäßig aktualisiert und an geänderte Vorschriften angepasst; eine verpflichtende Fortbildung hält den Wissensstand aktuell. Erich Kleindienst, seit rund drei Jahrzehnten selbstständig und bereits mit 22 Jahren KFZ-Meister, hat neben den §57a-Schulungen und Hochvolt-Qualifikationen bis HF2+ auch die Gasschulungen für den Camping- und Bootsbereich absolviert. Der Betrieb prüft Wohnmobile, Wohnwagen und Freizeitmobile ebenso wie Boote bis 24 Meter nach ISO 10239 und fungiert zugleich als Flüssiggas-Abholstelle. Dem gelegentlich geäußerten Vorurteil, ein kleiner Betrieb könne solche Spezialprüfungen kaum bewältigen, begegnet der Meisterbetrieb mit einem einfachen Argument: Spezialisierung ersetzt Größe.
Zeitaufwand, Termine und Prüfung vor Ort
Der Aufwand hält sich in überschaubaren Grenzen. Eine Vorprüfung dauert je nach Anlage 45 bis 60 Minuten, eine Wiederholungsprüfung 30 bis 40 Minuten, Zeiträume, die im Verhältnis zum Sicherheitsgewinn gering ausfallen. Termine werden individuell vereinbart, Gasprüfungen führt der Betrieb auf Wunsch auch direkt vor Ort durch, was besonders bei größeren Booten oder dauerhaft abgestellten Wohnwagen praktisch ist. Halter sollten im Vorfeld darauf achten, dass Gasflaschen ordnungsgemäß verstaut und zugänglich sind und die Anlage fachgerecht installiert wurde, unsaubere Eigenmontagen zählen zu den häufigsten Mängelursachen. Neben dem Prüfbefund gibt es in der Werkstatt in Pöllau Hinweise zum sicheren Umgang mit Gasgeräten unterwegs, von der Belüftung beim Kochen bis zum Verhalten bei Gasgeruch.
Wer einen Termin für eine Gasprüfung nach G107 oder G108 vereinbaren oder Fragen zur eigenen Anlage klären möchte, findet Kontaktmöglichkeiten und aktuelle Informationen unter KFZ Kleindienst auf Facebook oder telefonisch unter +43 664 23 17 248.
Impressum:
KFZ Kleindienst
Erich Kleindienst
Märzgasse 120
8225 Pöllau
+43 3335 22 40
+43 664 23 17 248