119 Sirenen in Osttirol: So testet Österreich seine Zivilschutzsirenen am 3. Oktober 2026
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Am Testtag heulen in Osttirol 119 Zivilschutzsirenen, während in ganz Tirol 1.025 und in Österreich rund 8.300 Anlagen aktiviert werden. Der sogenannte Zivilschutztag prüft gemeinsam mit dem neuen Warnsystem AT-Alert, ob Bevölkerung und Gäste im Ernstfall rechtzeitig gewarnt werden können. Erstmals zeigen dabei auch Fahrplananzeigen und digitale Werbetafeln die Testwarnung an.
- 1.025 Sirenen testen in Tirol, 8.300 in ganz Österreich am 3. Oktober 2026
- Vier Signale sind zu hören: Sirenenprobe, Warnung, Alarm und Entwarnung
- Das Warnsystem AT-Alert wird zweifach auf höchster Warnstufe ausgelöst
- Rund die Hälfte der Tiroler Sirenen hat eine eigene Notstromversorgung
Wie viele Zivilschutzsirenen Österreich hat
Österreich verfügt landesweit über etwa 8.300 Zivilschutzsirenen, wie die Tiroler Feuerwehr mitteilt. Allein in Tirol stehen davon 1.025 Sirenen zur Alarmierung bereit, im Bezirk Lienz in Osttirol sind es laut Kleine Zeitung 119 Anlagen. Zusätzlich sorgen 156 Alarmierungssender dafür, dass neben den Sirenen auch rund 16.000 Pager im Ernstfall ausgelöst werden können.
Osttirol im Vergleich: 119 von 1.025 Sirenen in Tirol
Damit entfällt gut jede neunte Tiroler Sirene auf den Bezirk Lienz. In dreizehn Gemeinden im Ötztal und im Zillertal kommen zusätzlich sogenannte Tieftonsirenen zum Einsatz, die speziell für den Katastrophenschutz entwickelt wurden. Rund die Hälfte aller Tiroler Sirenen ist zudem an eine eigene Notstromversorgung angeschlossen, das gesamte Alarmierungssystem bleibt laut Feuerwehr Tirol auch ohne externe Stromversorgung mehr als 48 Stunden funktionsfähig.
Warum der Zivilschutztag stattfindet
Der Zivilschutztag soll die Funktionsfähigkeit der technischen Warnsysteme überprüfen und die Bevölkerung gleichzeitig über die Bedeutung der einzelnen Sirenensignale informieren. Zwischen 12 und 12:45 Uhr werden dafür nacheinander vier Signale ausgelöst: Sirenenprobe, Warnung, Alarm und Entwarnung. Parallel dazu löst das Bundesministerium für Inneres das Warnsystem AT-Alert aus, die Landeswarnzentrale Tirol folgt mit einer weiteren Testauslösung.
Was Fachleute vom Test erwarten
Die AT-Alert-Warnstufe ist auf allen Smartphones automatisch aktiviert und lässt sich laut Kleine Zeitung nicht deaktivieren, sodass sowohl Einheimische als auch Gäste die Testwarnung samt erster Handlungsempfehlungen erhalten. Landesrätin Mair bewertet frühere AT-Alert-Tests in Tirol als erfolgreich, das System sei bereits beim Hochwasser im Osten Österreichs im Echtbetrieb genutzt worden. Der Osttiroler Zivilschutzverantwortliche Geisler betont, dass im Ernstfall jede Sekunde zähle und für Vorbereitungen dann keine Zeit mehr bleibe. Zusätzlich führt die TIWAG an ihren Speicherkraftwerken im Kaunertal und in Sellrain-Silz einen alljährlichen Flutwellen-Probealarm durch.
Zivilschutzsirenen Österreich in Zahlen: Zusammenfassung
- 8.300 Zivilschutzsirenen stehen österreichweit bereit
- 1.025 davon befinden sich in Tirol, 119 im Bezirk Lienz
- 156 Alarmierungssender erreichen die Sirenen und rund 16.000 Pager
- 48 Stunden hält die Notstromversorgung des Systems mindestens durch
- 30 Minuten lang bleibt jede AT-Alert-Testnachricht empfangbar
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.