2,40 Euro Paketsteuer Österreich: So lässt sich die Abgabe legal umgehen
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Seit 1. Oktober wird in Österreich eine Paketsteuer Österreich fällig: Für jede Bestellung bei großen Versandhändlern wie Amazon, Zalando und Otto kommen 2,40 Euro hinzu. Das Finanzministerium geht von jährlichen Mehreinnahmen in Höhe von 280 Millionen Euro aus. Viele Konsumentinnen und Konsumenten suchen deshalb nach legalen Wegen, die Abgabe zu vermeiden.
- Die Paketsteuer Österreich beträgt 2 Euro netto, mit Umsatzsteuer 2,40 Euro pro Bestellung
- Betroffen sind Online-Händler mit einem Jahresumsatz ab 100 Millionen Euro
- Das Finanzministerium erwartet 280 Millionen Euro Mehreinnahmen pro Jahr
- Sammelbestellungen, kleinere Shops und Click & Collect gelten als legale Umgehungswege
Die Paketsteuer im Vergleich zu Zollgebühren
Die Paketsteuer ist nicht die einzige neue Abgabe auf Online-Bestellungen. Seit Juli 2026 gilt zusätzlich ein Pauschalzoll von 3 Euro auf Pakete von außerhalb der EU. Ab 1. November 2026 kommt laut Ö1 eine Bearbeitungsgebühr von 2 Euro für EU-Importe aus Drittländern wie China und den USA hinzu.
Insgesamt könnten sich Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern durch das Zusammenspiel dieser Abgaben um bis zu 7,40 Euro gegenüber dem bisherigen Preis verteuern.
Warum Österreich die Paketsteuer einführt
Die Einnahmen aus der Paketsteuer sollen die gesenkte Mehrwertsteuer auf ausgewählte Grundnahrungsmittel gegenfinanzieren, die bereits seit 1. Juli gilt. Verantwortlich dafür zeichnet das SPÖ-geführte Finanzministerium.
Der Hintergrund für die hohe erwartete Summe: Die österreichische Post stellte im vergangenen Jahr über 230 Millionen Pakete zu, das entspricht rund 25 Paketen pro Person.
Was Handel und Opposition erwarten
Dem Handelsverband zufolge lehnen 70 % der Bevölkerung die Paketsteuer ab. Die Wirtschaftskammer kritisiert die Abgabe als Belastung für heimische Betriebe, auch die Opposition äußert Kritik.
Mehrere Onlinehändler haben laut Ö1 bereits Klagen gegen die Paketsteuer angekündigt.
Wie sich die Paketsteuer Österreich umgehen lässt
Nicht jede Bestellung ist betroffen. Wer die Ausnahmen kennt, kann die Abgabe teilweise legal vermeiden:
- Verkäufe von Privatpersonen über Willhaben, Vinted oder Kleinanzeigen sind nicht betroffen
- Essenslieferungen fallen nicht unter die Paketsteuer
- Die Zustellung von Zeitungen und Zeitschriften bleibt ausgenommen
- Kleinere Online-Shops unter der Umsatzschwelle von 100 Millionen Euro müssen die Steuer nicht erheben
- Wird ein Kaufvertrag direkt vor Ort im Laden geschlossen, entfällt laut Wirtschaftskammer die Abgabe, selbst wenn der Versand erst später erfolgt
- Bei Sammelbestellungen fällt die Steuer bei Amazon nur einmal pro Bestellung an, selbst wenn mehrere Pakete geliefert werden
Bei Retouren bleibt die Steuerpflicht grundsätzlich bestehen, die 2,40 Euro werden normalerweise nicht zurückerstattet. Otto Österreich und Zalando erklären jedoch, die Steuer bei vollständiger und zeitnaher Rücksendung zu erstatten.
Zusammenfassung in Zahlen
- 2,40 Euro Paketsteuer pro Bestellung inklusive Umsatzsteuer
- 100 Millionen Euro Jahresumsatz als Schwelle für betroffene Händler
- 280 Millionen Euro erwartete Mehreinnahmen pro Jahr
- 230 Millionen von der Post zugestellte Pakete im Vorjahr
- 70 % der Bevölkerung lehnen die Abgabe laut Handelsverband ab
- Bis zu 7,40 Euro teurer durch Paketsteuer, Zoll und Bearbeitungsgebühr zusammen
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.