25 Prozent Zustimmung: Trump Wirtschaftspolitik Umfrage vor den Zwischenwahlen
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Nur 25 Prozent der Amerikaner bewerten Donald Trumps Wirtschaftspolitik laut einer Umfrage des Wall Street Journal als Verbesserung für die USA. 60 Prozent sehen sie dagegen als Verschlechterung. Einen Monat vor den Zwischenwahlen zum Kongress am 3. November belasten diese Werte die Republikaner spürbar.
- Trumps Zustimmungsrate liegt laut Wall Street Journal bei 37 Prozent.
- Wettmarkt Polymarket beziffert die Wahrscheinlichkeit eines demokratischen Siegs im Repräsentantenhaus mit mehr als 90 Prozent.
- Mehrere republikanische Kandidaten distanzieren sich öffentlich von Trumps Kurs, etwa bei Einwanderung und Iran-Politik.
- Der Iran-Krieg und die Lebenshaltungskosten drücken laut Umfragen zusätzlich auf die Stimmung.
Trump Wirtschaftspolitik Umfrage im Vergleich mit Obama und Bush
Zum Vergleich: Barack Obama kam 2014 vor den damaligen Zwischenwahlen auf eine Zustimmung von 40 Prozent, George W. Bush lag 2006 knapp darunter. Trumps Werte liegen damit unter denen seiner beiden Vorgänger zum vergleichbaren Zeitpunkt. Besonders deutlich fällt der Einbruch bei parteilosen Wählern aus: Laut einer CNN-Umfrage liegt Trumps Zustimmung bei Unabhängigen nur noch bei 25 Prozent, seine Netto-Zustimmung in dieser Gruppe ist seit der Wahl 2024 um 86 Punkte gefallen. Eine Erhebung von UMass Amherst zeigt zudem, dass die Zustimmung unter Republikanern selbst seit März um 14 Punkte gesunken ist. Laut UMass Amherst würde jeder Sechste, der Trump 2024 wählte, ihn heute nicht mehr wählen.
Woran die schlechten Werte liegen
Als Ursache nennen die Erhebungen vor allem den Iran-Krieg und die Inflation. Laut einer Reuters/Ipsos-Umfrage billigen nur 17 Prozent der Wähler Trumps Umgang mit der Lebenshaltungskostenkrise, nur 34 Prozent billigen seine Angriffe auf den Iran. 82 Prozent der Befragten gehen laut Reuters/Ipsos davon aus, dass der Krieg noch längere Zeit andauern wird. Ein demokratischer Stratege verweist zudem auf Dieselpreise von über sechs Dollar pro Gallone als zusätzlichen Belastungsfaktor.
Die Unzufriedenheit zeigt sich auch bei einzelnen Kandidaten der Republikaner. Maria Elvira Salazar spricht sich öffentlich für eine weniger harte Einwanderungspolitik aus, Mike Rogers kritisiert offen den Iran-Krieg und hat Trump signalisiert, dass seine Siegchancen besser stünden, würde dieser nicht nach Michigan reisen. Trump selbst forderte Kandidaten seiner Partei auf, zu tun, was nötig sei, um zu gewinnen, und betonte beim Parteikonvent der Zwischenwahlen, selbst auf dem Stimmzettel zu stehen.
Was Fachleute für die Zwischenwahlen erwarten
Der Wettmarkt Polymarket sieht die Demokraten mit über 90 Prozent Wahrscheinlichkeit vorn, wenn es um die Mehrheit im Repräsentantenhaus geht. Einem Gerücht zufolge soll Trump hinter verschlossenen Türen das Repräsentantenhaus bereits aufgegeben und seine Berater angewiesen haben, sich auf den Senat zu konzentrieren. Eine NPR/Marist-Umfrage zeigt einen Vorsprung für demokratische Kandidaten im Kongress von fast 12 Prozentpunkten gegenüber Republikanern.
Die Politikwissenschaftlerin Tatishe Nteta verweist auf eine klare Begeisterungslücke zwischen den Lagern: Vor der Wahl 2024 waren Republikaner von Trumps Wirtschaftsversprechen begeistert, heute bezeichnen sich laut Echelon Insights nur noch 34 Prozent der republikanischen Wähler als persönliche Fans des Präsidenten, während 56 Prozent weiterhin Anhänger der Partei selbst bleiben. Demokratische Strategen berichten trotz des Umfragevorsprungs von Nervosität vor dem Wahltag. Ein Verlust der Mehrheit in einer oder beiden Kammern würde es Trump deutlich erschweren, Vorhaben durchzusetzen, und Demokraten könnten bei einer Mehrheit Untersuchungen oder ein Amtsenthebungsverfahren einleiten. Beobachtet wird zudem die Kandidatur des 41-jährigen Abdul El-Sayed, der zur Gruppe der selbsternannten sozialistischen Demokraten zählt; sein Sieg gilt als Signal, das eine Präsidentschaftskandidatur von Alexandria Ocasio-Cortez 2028 wahrscheinlicher machen könnte.
Zusammenfassung in Zahlen
- 25 % der Amerikaner sehen Trumps Wirtschaftspolitik als Verbesserung, 60 % als Verschlechterung.
- Zustimmung zu Trump insgesamt: bei 37 % laut Wall Street Journal.
- Nur 25 % Zustimmung bei unabhängigen Wählern, 86 Punkte Rückgang seit 2024.
- Demokratischer Sieg im Repräsentantenhaus laut Polymarket: über 90 % Wahrscheinlichkeit.
- Nur 34 % der Republikaner bezeichnen sich noch als persönliche Fans Trumps.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.