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Startseite Umfragen und Studien 1.100 Prozent Umsatzplus bei Anthropic: Warum der KI-Konzern trotzdem Milliarden verliert

1.100 Prozent Umsatzplus bei Anthropic: Warum der KI-Konzern trotzdem Milliarden verliert

Der KI-Konzern Anthropic hat seinen Umsatz in neun Monaten verelffacht, gleichzeitig aber Verluste von 104 Milliarden Dollar angehäuft.

Serverschrank in einem Rechenzentrum symbolisiert die Investitionen hinter dem Anthropic Umsatz – Foto: Akela999 / Pixabay
Foto: Akela999 / Pixabay

Der Umsatz von Anthropic ist in den ersten neun Monaten 2026 um 1.100 % gestiegen. Das US-Unternehmen hinter dem KI-Assistenten Claude meldet für diesen Zeitraum 33,2 Milliarden Dollar Umsatz. Gleichzeitig weist die Bilanz für denselben Zeitraum einen Verlust von 104 Milliarden Dollar aus.

Anthropic steigert Umsatz auf 33,2 Milliarden Dollar

Allein im dritten Quartal 2026 erzielte Anthropic einen Umsatz von 17 Milliarden Dollar. Der Konzern tritt mit Claude gegen ChatGPT von OpenAI, gegen Google, Microsoft und Meta an. Das rasante Wachstum zeigt, wie schnell sich der Markt für KI-Dienste in den vergangenen Monaten verändert hat.

Der Vorjahresvergleich zeigt den Sprung von 2,5 Milliarden Dollar

Im Vergleichszeitraum der ersten neun Monate 2025 lag der Umsatz von Anthropic noch bei 2,5 Milliarden Dollar. Anthropic veröffentlicht keine Angaben zu einzelnen Märkten wie Deutschland oder Österreich.

Bilanzielle Anpassungen erklären den Milliardenverlust

Trotz des Umsatzsprungs verzeichnete Anthropic im dritten Quartal 2026 einen Bilanzfehlbetrag von 23,3 Milliarden Dollar. Der operative Verlust im selben Quartal fiel mit 567 Millionen Dollar deutlich niedriger aus. Nach Angaben des Unternehmens geht der Großteil des Quartalsverlusts auf bilanzielle, nicht zahlungswirksame Anpassungen zurück, nicht auf das laufende Geschäft.

Besonders ins Gewicht fällt dabei der Bedarf an Rechenleistung: Im dritten Quartal 2026 beliefen sich die Ausgaben von Anthropic für Computer-Ressourcen nach eigenen Angaben auf etwa fünf Milliarden Dollar. Dieser Posten zeigt, wie kapitalintensiv der Betrieb großer KI-Modelle derzeit ist.

Börsengang und Investitionen von 895 Milliarden Dollar stehen bevor

Anthropic kündigte an, in den kommenden Wochen an die Börse zu gehen. Darüber hinaus plant der Konzern laut eigenen Angaben, in den nächsten Jahren insgesamt 895 Milliarden Dollar in den Ausbau von Rechenzentren und Infrastruktur zu stecken. Davon werden nach eigenen Angaben rund 450 Milliarden Dollar bereits vor Ende 2030 fällig.

Der Konkurrent OpenAI plant für das laufende Jahr 2026 dagegen keine eigene Aktienplatzierung mehr. Damit positioniert sich Anthropic als erster der beiden großen US-KI-Anbieter, der den Schritt an die Börse wagt.

Die Zahlen im Überblick

Die wichtigsten Angaben aus dem dritten Quartal 2026 und den ersten neun Monaten des Jahres fasst die folgende Liste zusammen:

  • Umsatz in neun Monaten 2026: 33,2 Milliarden Dollar.
  • Umsatz im Vorjahreszeitraum 2025: 2,5 Milliarden Dollar.
  • Verlust in neun Monaten 2026: 104 Milliarden Dollar.
  • Geplante Infrastrukturinvestitionen: 895 Milliarden Dollar, davon 450 Milliarden Dollar bis Ende 2030.
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