Lebenserwartung 2025: Männer legen in jedem Bundesland zu, Frauen nicht überall
Autohaus Temmer vergibt top KFZ-Mechaniker Jobs mit Aufstiegsmöglichkeiten in Leibnitz
Die Lebenserwartung 2025 in Deutschland ist bei Männern in allen 16 Bundesländern gestiegen. Nach Berechnungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) liegen Männer damit erstmals überall über dem Niveau von 2019. Bei Frauen fiel der Anstieg insgesamt schwächer aus, in einigen Bundesländern ging die Lebenserwartung sogar zurück.
Spitzenreiter bei den Männern ist weiterhin Baden-Württemberg mit 80,6 Jahren. Bayern zog 2025 nach und erreichte als zweites Bundesland die Marke von 80,0 Jahren, wie das BiB mitteilt. Am unteren Ende der Tabelle liegen Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, die bei Männern die niedrigsten Werte verzeichnen.
Baden-Württemberg und Bayern führen bei Männern über 80 Jahre
Dass gleich zwei Bundesländer die 80-Jahre-Marke überschreiten, ist dem Institut zufolge ein neuer Meilenstein für die männliche Lebenserwartung in Deutschland. Der Anstieg betraf laut BiB 2025 ausnahmslos jedes Bundesland, wenn auch in unterschiedlichem Tempo. Damit liegen sämtliche Länder erstmals durchgehend über dem Stand von 2019, bevor die Corona-Pandemie die Lebenserwartung vorübergehend gedrückt hatte.
Bei den Frauen ist die Lage uneinheitlicher. Sieben Bundesländer liegen 2025 noch unter ihrem Niveau von 2019, wie das BiB berechnet hat. Besonders deutlich fiel der Rückgang in Thüringen aus, wo die Lebenserwartung der Frauen um ein halbes Jahr sank.
Bei Frauen sinkt die Lebenserwartung in sieben Bundesländern
Die Spitzengruppe bei den Frauen bilden laut BiB Baden-Württemberg, Sachsen und Bayern. Damit zeigt sich beim weiblichen Geschlecht ein anderes Bild als bei den Männern: Sachsen taucht bei den Frauen unter den Top-Ländern auf, bei den Männern aber nicht in der Spitzengruppe.
Das deutet nach Angaben des Instituts auf unterschiedliche Ursachen hinter der regionalen Entwicklung hin, etwa bei Gesundheitsversorgung, Lebensstil und wirtschaftlicher Lage.
Das BiB nennt keine einzelne Ursache für die Rückgänge bei Frauen, sondern verweist auf die wachsende Spreizung zwischen den Bundesländern insgesamt.
Die Unterschiede zwischen den Bundesländern werden größer
Der Abstand zwischen dem besten und dem schlechtesten Bundesland beträgt 2025 bei Männern rund 3,9 Jahre, bei Frauen etwa 2,6 Jahre, wie BiB-Forscher Michael Mühlichen erläutert. Beide Abstände haben sich gegenüber 2024 leicht vergrößert. Das bedeutet: Wo jemand lebt, wirkt sich zunehmend stärker auf die statistische Lebenserwartung aus.
Auch zwischen den Geschlechtern selbst schwankt der Unterschied je nach Bundesland erheblich. Im Saarland liegt die Differenz zwischen Männern und Frauen bei nur 3,7 Jahren, in Schleswig-Holstein bei 3,9 Jahren. Mecklenburg-Vorpommern weist mit 6,4 Jahren die größte Lücke zwischen den Geschlechtern auf.
Was die Zahlen für die eigene Region bedeuten
Für Leserinnen und Leser zeigt die Statistik vor allem eines: Die Entwicklung der Lebenserwartung verläuft in Deutschland längst nicht mehr einheitlich. Wer in einem südlichen Bundesland lebt, profitiert statistisch stärker vom allgemeinen Anstieg als Menschen in Teilen Ostdeutschlands oder im Saarland und in Bremen, wo die Lebenserwartung der Frauen laut BiB am niedrigsten liegt.