3,6 % Inflation in Österreich: Warum Energie um 16,5 % teurer wird
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Laut vorläufiger Berechnung von Statistik Austria betrug die Teuerung in Österreich im Oktober 3,6 % und blieb damit gegenüber dem Vormonat September unverändert. Im Vergleich zum Vormonat zog das allgemeine Preisniveau um 0,3 % an. Während die Gesamtrate stagnierte, zeigte sich bei einem einzelnen Posten eine deutliche Beschleunigung: den Energiepreisen.
Statistik Austria veröffentlichte die Zahlen am 4. November 2026 als Schnellschätzung. Die endgültigen Ergebnisse für Oktober will die Behörde am 18. November 2026 bekanntgeben.
Energiepreise ziehen um 16,5 Prozent an
Energie verteuerte sich im Oktober um 16,5 % gegenüber dem Vorjahr. Im Vormonat September hatte dieser Wert erst bei 15,1 % gelegen, sodass sich der Anstieg binnen eines Monats um 1,4 Prozentpunkte verschärfte. Eine seit dem 1. Oktober 2026 erweiterte Spritpreisbremse dämpfte zwar den Preisanstieg bei Treibstoffen, konnte den Trend bei den übrigen Energiekosten aber nicht aufhalten.
Dienstleistungen verteuern sich weiterhin spürbar
Auch Dienstleistungen blieben ein Treiber der Teuerung: Sie kosteten im Oktober um 4,1 % mehr als ein Jahr zuvor, nach 4,2 % im September. Bei Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak zeigte sich dagegen eine Entspannung: Im Oktober lag das Preisniveau unverändert gegenüber dem Vorjahresmonat, nachdem im September noch ein Anstieg von 0,8 % verzeichnet worden war. Industriegüter verteuerten sich um 0,9 %.
Die Kerninflation, die Energie sowie Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak ausklammert, lag im Oktober bei 2,9 % und damit unter der Gesamtrate. Das deutet darauf hin, dass ein wesentlicher Teil der Teuerung weiterhin von den Energiepreisen ausgeht.
Was die endgültigen Zahlen noch zeigen könnten
Die aktuellen Werte für Oktober 2026 sind eine Schnellschätzung. Statistik Austria will die endgültigen Ergebnisse vorlegen, die einzelne Werte noch leicht verändern können. Bis dahin bleibt die Tendenz klar: Die Gesamtinflation stagniert, doch Energie verteuert sich weiter überdurchschnittlich stark.