9,2 Milliarden Euro Milliardärssteuer: Was Österreichs Milliardäre wirklich zahlen würden
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Eine Milliardärssteuer nach kalifornischem Vorbild könnte Österreichs Staatskasse laut einer Berechnung des Momentum-Instituts einmalig einen hohen Milliardenbetrag einbringen. Vorbild ist die kalifornische Proposition 40, über die am 3. November 2026 abgestimmt wurde.
Die Zahl im Detail
Laut der Reichenliste des Magazins trend zählt Österreich derzeit 53 Vermögen von mindestens einer Milliarde Euro. Zusammen kommen diese 53 Milliardäre auf rund 184 Milliarden Euro. Würde man darauf eine einmalige Abgabe von fünf Prozent erheben, ergäbe das rechnerisch etwa 9,2 Milliarden Euro, wie das Momentum-Institut vorrechnet.
Das Institut weist jedoch selbst darauf hin, dass eine belastbare Schätzung eine genauere Prüfung erfordern würde: Familienvermögen müssten auf einzelne Personen aufgeteilt, die Steueransässigkeit geklärt und die rechtlichen Rahmenbedingungen im Detail untersucht werden.
Vorbild Kalifornien
Nach der Regelung von Proposition 40 würde auf das weltweite Nettovermögen von Personen, die bereits am 1. Januar 2026 in Kalifornien gemeldet waren und deren Vermögen eine Milliarde US-Dollar überschreitet, einmalig eine Abgabe in Höhe von fünf Prozent fällig. Erfasst würden angesammelte Vermögenswerte wie Unternehmensanteile und Wertpapiere, während Immobilien und bestimmte Altersvorsorgevermögen grundsätzlich ausgenommen bleiben.
Fällig wäre die Steuer 2027, eine Verteilung der Zahlung über fünf Jahre ist gegen einen Aufschlag möglich. Für die Gesundheitsversorgung einkommensschwacher Bürger ist laut der Regelung ein Anteil von 90 % der Einnahmen reserviert, während sich der verbleibende Teil auf Bildung, Ernährungshilfen und die Verwaltung der Steuer verteilt.
Die unabhängige Haushaltsanalyse Kaliforniens rechnet mit einmaligen Einnahmen von mehreren zehn Milliarden Dollar, dauerhafte Einkommensteuerausfälle schätzt sie dagegen auf wahrscheinlich weniger als eine Milliarde Dollar jährlich.
Folgen für Milliardäre
Für die Betroffenen selbst würde eine solche Abgabe nach der Berechnung des Momentum-Instituts kaum an den Vermögensverhältnissen rütteln: 49 der 53 österreichischen Milliardärsfamilien blieben auch nach einer fünfprozentigen Abgabe Milliardäre. Das geringste verbleibende Vermögen in der Gruppe läge demnach bei 950 Millionen Euro.
Woher das Vermögen stammt
Nach Angaben des Momentum-Instituts stammen 83 % der österreichischen Milliardärsvermögen aus Erbschaften, nur 17 % gehen auf eigene unternehmerische Tätigkeit zurück.
Google-Mitgründer Sergey Brin finanzierte den Widerstand gegen die Steuer, der mehr als 300 Millionen Dollar sammelte. Eine Umfrage vom September 2026 ergab 52 % Zustimmung und 46 % Ablehnung unter wahrscheinlichen Wählern.