30 Projekte erhalten MINT-Förderung in NRW: Warum Forschung jetzt in die Schule kommt
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Mit der MINT Förderung NRW unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen 30 Projekte, die naturwissenschaftliche und technische Bildung außerhalb des klassischen Unterrichts stärken sollen. Der Förderaufruf zdi-MINTplus.NRW übernimmt dabei bis zu 50 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. Gestartet ist das Programm bereits 2025.
Die geförderten Vorhaben sollen aktuelle Forschungs- und Zukunftsthemen in greifbare Bildungsangebote übersetzen.
30 Projekte starten mit Mitteln aus zdi-MINTplus.NRW
Im ersten Förderaufruf von zdi-MINTplus.NRW erhalten 30 Projekte Mittel aus dem Programm. Sie behandeln Themen wie Künstliche Intelligenz, Klima, nachhaltige Entwicklung, Robotik, Ernährung und Gesundheit. Entstanden sind die Vorhaben durch die Zusammenarbeit kleiner und mittlerer Unternehmen mit Hochschulen sowie wirtschafts- und hochschulnahen Organisationen.
Die Bescheide dafür wurden an mehreren Orten im Land übergeben: in Neuss, Bielefeld, Gütersloh und Dortmund fanden die entsprechenden Übergaben statt. Die neuen Vorhaben sollen unter anderem als sogenannte Mini-MINT-Labs zusätzliche außerschulische Lernorte schaffen.
Der Vergleich: 5.700 Partnerschaften und über 2.000 Schulen
Die neuen Projekte reihen sich in ein bestehendes Netzwerk ein. Zdi.NRW verfügt insgesamt über mehr als 5.700 Partnerschaften mit Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Schule, Politik und Gesellschaft. Angebote gibt es flächendeckend in allen Kreisen und kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens.
Über 2.000 Schulen im Land beteiligen sich bereits an zdi. Dabei ist die Teilnahme je nach Schulform sehr unterschiedlich verteilt: Etwa 20 % der Grundschulen machen mit, bei den weiterführenden Schulen ist es etwa jede zweite Schule.
Warum das Land auf außerschulische Lernorte setzt
Ministerin Ina Brandes begründet den Ausbau der MINT-Bildung mit der Bedeutung für die Ausbildung künftiger Fachkräfte. Zudem gehe es darum, gesellschaftliche Herausforderungen wie den Umgang mit Künstlicher Intelligenz zu bewältigen, so die Ministerin. Die Verbindung von aktueller Forschung mit praktischen Lernorten außerhalb des Unterrichts soll genau das leisten.
Die Federführung für zdi.NRW liegt beim nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministerium. Weitere Partner auf Landesebene sind das Schulministerium, das für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie zuständige Ministerium sowie die nordrhein-westfälische Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit.
Was die Zahlen für Schulen und Familien bedeuten
Für Schulen bedeutet der neue Förderaufruf zusätzliche Mittel, um Forschungsthemen praxisnah umzusetzen, ohne die Kosten allein zu tragen. Für Familien entstehen neue, wohnortnahe Anlaufstellen, an denen Kinder und Jugendliche Technik und Naturwissenschaften ausprobieren können, statt nur im Klassenzimmer darüber zu lesen.
Zusammenfassung in Zahlen
- zdi.NRW hat in über 20 Jahren mehr als 4,5 Millionen junge Menschen erreicht.
- Über 100 zdi-Schülerlabore bieten Kindern und Jugendlichen Räume zum praktischen Erleben von MINT.
- Zuständig für die Steuerung des Programms ist das nordrhein-westfälische Ministerium für Kultur und Wissenschaft.
- Landespartner sind unter anderem das Schulministerium, das Wirtschaftsministerium und die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit.