184,5 Millionen Euro EU-Förderung für Kärnten: Warum die Landwirtschaft profitiert
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Kärnten hat 2025 mit 184,5 Millionen Euro so viel EU-Förderung erhalten wie nie zuvor. Den größten Teil der Mittel holte sich die Landwirtschaft.
Woher das Geld kommt
Der größte Anteil der Kärntner EU-Förderung stammt aus der Gemeinsamen Agrarpolitik: 60 % der Gesamtsumme, also 111,4 Millionen Euro, flossen über dieses Programm nach Kärnten. Damit bildet die Landwirtschaft das Rückgrat der gesamten Fördersumme.
Vergleich zum Vorjahr
Mit dem Plus von 20 % gegenüber 2024, einem Zuwachs von 30,2 Millionen Euro, liegt Kärnten deutlich über dem Vorjahresniveau. Laut Daniel Fellner, der sich für die Verteilung der EU-Mittel einsetzt, sollen die zusätzlichen Gelder im Land noch weiter aufgestockt werden.
Weitere Fördertöpfe
Neben der Agrarpolitik speist sich die Kärntner EU-Förderung aus drei weiteren Quellen. Aus der Aufbau- und Resilienzfazilität kamen 17 % beziehungsweise 31,8 Millionen Euro; dieses Programm ist zeitlich auf das Jahr 2026 begrenzt.
Die Kohäsionspolitik für Regionalentwicklung, Innovation und Beschäftigung brachte 12 % oder 21,6 Millionen Euro. Fast jeder neunte Euro, 19,7 Millionen Euro, floss in EU-Aktionsprogramme für Forschung, Bildung und internationale Kooperationen.
Streit um Verteilung
Fellner, der Kärnten im Ausschuss der Regionen vertritt, setzt sich dafür ein, dass die Bundesländer weiterhin selbst über die Verwendung ihrer EU-Mittel entscheiden dürfen. Er warnt davor, dass eine zentrale Verteilung der Fördergelder durch den Bund zu geringeren Zuweisungen für Kärnten führen könnte. Der nächste EU-Finanzrahmen beginnt 2028 und läuft bis 2034.