89 % der Unternehmen verändern ihr Geschäftsmodell: Warum Nachhaltigkeit über die Wettbewerbsfähigkeit entscheidet
Autohaus Temmer vergibt top KFZ-Mechaniker Jobs mit Aufstiegsmöglichkeiten in Leibnitz
89 % der Unternehmen in Deutschland verändern derzeit ihre Geschäftsmodelle oder Wertschöpfungsaktivitäten. Bei mehr als der Hälfte davon spielt eine nachhaltige Ausrichtung eine Rolle, und genau diese Betriebe schätzen ihre Wettbewerbsfähigkeit und Krisenfestigkeit höher ein als andere. Das zeigt eine Befragung unter 501 Unternehmen der deutschen Wirtschaft.
Grundlage ist eine repräsentative Erhebung mit Stand November 2026. Sie zeigt, dass Wettbewerbsfähigkeit, Krisenfestigkeit und nachhaltige Ausrichtung eng zusammenhängen, während sich die Unternehmenslandschaft zugleich in zwei Lager aufspaltet: aktive Gestalter und Nachzügler.
Wie eng hängen Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zusammen?
Bei 56 % der Betriebe mit Veränderungen steht eine nachhaltige Ausrichtung zumindest teilweise im Vordergrund. Für 16 % ist sie sogar der zentrale Treiber der gesamten Transformation. Dieser Anteil ist innerhalb von drei Jahren von 12 % auf 16 % gestiegen.
Gleichzeitig wuchs die Gruppe der Unternehmen, die bei der nachhaltigen Geschäftsmodelltransformation nur sehr wenig unternehmen, von 21 % auf 27 %. Die Unternehmenslandschaft polarisiert sich damit zusehends zwischen aktiven Vorreitern und Zurückhaltenden.
Je wichtiger Nachhaltigkeit für die Geschäftsmodelländerung eingeschätzt wird, desto stärker investieren Unternehmen in ihre Zukunft. Steigt die wahrgenommene Bedeutung von Nachhaltigkeit um 10 Prozentpunkte, nimmt die Investitionsbereitschaft der Betriebe demnach um knapp 1,5 Prozentpunkte zu. Zudem rechnet gut jedes fünfte Unternehmen, genauer 61,9 %, damit, die Wünsche der Kundschaft künftig besser bedienen zu können als die Konkurrenz.
Wie gut sind Unternehmen auf Krisen vorbereitet?
Trotz der positiven Verbindung zwischen Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit fühlen sich viele Betriebe für den nächsten Ernstfall schlecht gewappnet. Gut die Hälfte der Betriebe, 50,5 %, schätzt die eigene Vorbereitung auf eine kommende Krise als eher schlecht oder sehr schlecht ein, während lediglich 18,8 % sich als gut oder sehr gut aufgestellt betrachten.
54,8 % der Unternehmen geben an, aus vergangenen Krisenerfahrungen gelernt zu haben. Dennoch nutzt nur ein Bruchteil der Betriebe feste Budgets für Pilotprojekte, regelmäßige Simulationen oder Planspiele zur Krisenbewältigung. 53,4 % wären zudem schlecht oder sehr schlecht darauf vorbereitet, wenn ein Viertel der eigenen Belegschaft plötzlich ausfiele.
Wohin fließen die Investitionen der Unternehmen?
Die Investitionsschwerpunkte verraten, wie Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit absichern wollen. 60 % investieren in den Erhalt oder Ersatz ihrer bestehenden Substanz, also in Maschinen, Gebäude und Anlagen. 44 % stecken Mittel in Erweiterungen ihrer Kapazitäten.
Nur 26 % der Unternehmen investieren gezielt in Forschung, Entwicklung und Innovationen. Damit bleibt der größte Teil der Investitionen auf Substanzerhalt statt auf Zukunftsentwicklung ausgerichtet, obwohl gerade Nachhaltigkeit und Innovationskraft laut der Befragung eng mit Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz verknüpft sind.
Zusammenfassung in Zahlen
- 89 % der Unternehmen verändern derzeit ihre Geschäftsmodelle oder Wertschöpfungsaktivitäten.
- 16 % nennen Nachhaltigkeit als zentralen Treiber ihrer Transformation, ein Anstieg von 12 % innerhalb von drei Jahren.
- 50,5 % fühlen sich schlecht auf die nächste Krise vorbereitet, nur 18,8 % gut oder sehr gut.
- 60 % investieren in den Substanzerhalt, aber nur 26 % in Forschung und Innovationen.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.