Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe praktisch umsetzen lässt. Vier Unternehmen stellten dafür konkrete Beispiele aus ihrem Betrieb vor.
Woher die Zahl stammt
Das Treffen fand am 29. September 2026 am IAL in Würzburg statt. Die rund 40 Teilnehmenden kamen aus Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Verbänden zusammen, um Erfahrungen zur Kreislaufwirtschaft auszutauschen. Organisiert wurde die Session vom Kompetenzzentrum KARE, einem Verbundprojekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.
Der Vergleich mit früheren Treffen
Netzwerktreffen gehören für KARE zum festen Programm. Bereits am 27. November 2025 hatte das Kompetenzzentrum zu einer Session geladen, zudem traf sich das Konsortialprojekt am 30. Juni 2026 in Goslar zu seinem sechsten Plenumstreffen.
Zum Vergleich: Das Zentrum Hochschule und Nachhaltigkeit Bayern brachte bei seinem Vernetzungstreffen am 24. Oktober 2025 mehr als 120 Beschäftigte und Studierende bayerischer Hochschulen zusammen, während eine BNE-Projektwerkstatt am 10. Oktober 2025 in Würzburg etwa 25 Hochschulmitarbeitende aus dem gesamten Bundesgebiet versammelte.
Praxis statt Theorie
Was das jüngste Treffen von früheren Formaten unterscheidet, ist der klare Praxisbezug. Die vier teilnehmenden Unternehmen berichteten direkt aus ihrer Umsetzung, ergänzt durch drei Workshops zu Recycling und Material, zu Rückführungssystemen sowie zu Produktdesign.
Aus dem Forschungsprojekt KARE ist zudem ein Selbstbewertungsinstrument namens Circular Economy Gap Detector entstanden. Unternehmen können damit in etwa 15 Minuten kostenlos prüfen, wie weit ihre Bereitschaft zur Transformation in Richtung Kreislaufwirtschaft bereits reicht.
Einschätzung des Instituts
Dass solche Formate funktionieren, erklärt sich laut Institutsleiter Prof. Dr. Ulrich Müller-Steinfahrt durch das Zusammenspiel aus praxisnaher Umsetzung und der Kooperation mehrerer Institutionen.
KARE unterstützt nach eigenen Angaben Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei der Transformation zu nachhaltiger Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe und entwickelt dafür Konzepte, Werkzeuge und Qualifizierungsangebote für die Branche. Die THWS, 1971 gegründet, zählt heute rund 9.200 Studierende und bietet mehr als 60 Studiengänge an.
Die nächste Netzwerksession des Kompetenzzentrums KARE ist für September 2027 in Nürnberg angekündigt.



