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Startseite Umfragen und Studien 55 % der Österreicher blicken optimistisch in die Zukunft: Warum die Mitte skeptisch bleibt

55 % der Österreicher blicken optimistisch in die Zukunft: Warum die Mitte skeptisch bleibt

Eine neue Sinus-Milieu-Studie zeigt: Die Lebensfreude in Österreich steigt spürbar, doch gehobene Milieus und die gesellschaftliche Mitte entwickeln sich dabei deutlich auseinander.

Gepackte Wanderausrüstung vor einer Alpenlandschaft symbolisiert die gestiegene Lebensfreude in Österreich – Foto: 8moments / Pixabay
Foto: 8moments / Pixabay

Mehr als die Hälfte der Österreicher sieht ihre persönliche Zukunft inzwischen positiv: Laut einer aktuellen Sinus-Milieu-Studie der Marktforschungsfirma INTEGRAL liegt dieser Anteil bei 55 %. Auch der Zukunftsoptimismus für Österreich insgesamt ist gestiegen. Die Lebensfreude der Österreicher nimmt also zu, allerdings nicht in allen Gesellschaftsschichten gleich stark.

INTEGRAL befragte für die Erhebung zwischen April und Juni 2026 etwa 2.000 Menschen ab 15 Jahren, die in Österreich leben. Die Erhebung ist eine Aktualisierung der Sinus-Milieus und vergleicht die aktuellen Werte mit jenen aus dem Jahr 2022, als erst 45 % der Befragten optimistisch in die Zukunft blickten.

Wie groß ist der Vertrauenszuwachs seit 2022?

Der Zukunftsoptimismus für die wirtschaftliche und politische Entwicklung Österreichs stieg von 38 % im Jahr 2022 auf 47 % im Jahr 2026. Gleichzeitig stieg der Anteil jener, die wenigstens einer gesellschaftlichen Institution vertrauen, deutlich von 78 % auf 93 %. Die Zufriedenheit mit dem Funktionieren der Demokratie blieb dagegen unverändert: Nach wie vor ist etwa jeder zweite Österreicher damit zufrieden.

Warum bleibt die Mitte der Gesellschaft skeptisch?

Die Zuversicht verteilt sich laut der Studie nicht gleichmäßig auf alle Milieus. Die gehobenen Gesellschaftsschichten zeigen demnach eine deutlich stärkere Zuversicht, während Teile der gesellschaftlichen Mitte skeptischer werden und ein ausgeprägteres Sicherheitsbedürfnis entwickeln. Diese Kluft erklärt, warum eine insgesamt steigende Lebensfreude in Österreich nicht bei allen Bevölkerungsgruppen gleich ankommt.

Wie zeigt sich die Zuversicht im Alltag?

Auch im Konsum- und Freizeitverhalten spiegelt sich der neue Optimismus wider. Gleichzeitig greifen mehr Menschen beim Einkaufen zu bekannten Marken, was auf ein gestiegenes Sicherheitsbedürfnis neben der wachsenden Zuversicht hindeutet.

  • Der Anteil der Österreicher, die einen Urlaub planen, stieg von 68 % im Jahr 2022 auf 79 % im Jahr 2026.
  • Der Anteil der monatlichen Fitnessstudio-Besucher wuchs von 16 % auf 25 % und hat sich damit mehr als anderthalbfach erhöht.
  • Für 55 % der Österreicher ist beim Einkaufen der niedrigste Preis entscheidend, nach 49 % im Jahr 2022.
  • Der Anteil jener, die auf altbewährte Produkte und gängige Marken setzen, stieg von 62 % auf 78 %.
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