Online schnell reich werden? Michael Strauss räumt mit dem Mythos auf
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Kaum eine Erzählung hält sich in der digitalen Wirtschaft so beharrlich wie die vom schnellen Geld im Internet: ohne Vorerfahrung, ohne Ausbildung, möglichst ohne Aufwand. Der Unternehmer Michael Strauss, der seit 2018 im Bereich Online-Marketing und digitale Dienstleistungen tätig ist, widerspricht dieser Darstellung deutlich. Er hat zweimal nahezu sein gesamtes Vermögen verloren und beschreibt, welche Voraussetzungen ein tragfähiges Online-Business aus seiner Sicht wirklich braucht.
Der Mythos vom schnellen Geld und was faktisch dahintersteckt
Die Werbeversprechen mancher Anbieter suggerieren, dass ein paar Klicks und ein Videokurs genügen, um das Angestelltenverhältnis hinter sich zu lassen. Genau davon distanziert sich Michael Strauss ausdrücklich. Er kennt die Mechanik solcher Erzählungen aus eigener Anschauung: Ende 2017 erreichte der gelernte Elektriker durch Investments in Kryptowährungen erstmals ein Millionenvermögen. Wenige Wochen später brach der Markt ein, und das Kapital war nahezu vollständig verloren. Ein zweites Mal geschah dies 2021 nach mehreren unternehmerischen Fehlentscheidungen. Seine Schlussfolgerung formuliert er nüchtern: „Geld kann verloren gehen, Unternehmen können scheitern, Märkte können sich verändern. Doch Wissen, Erfahrung und die Fähigkeit, Probleme zu lösen, bleiben.“ Wer online Einkommen erzielen wolle, brauche daher zuerst ein Können, für das am Markt tatsächlich Nachfrage besteht.
Warum digitale Fähigkeiten vor dem Einkommen kommen
Nach dieser Logik ist die Reihenfolge entscheidend: nicht das Geschäftsmodell zuerst, sondern die Fähigkeit. Unternehmen suchen laut Strauss konkrete Unterstützung in Marketing, Kundenkommunikation, Vorqualifizierung von Interessenten und Beratung: Tätigkeiten, die sich erlernen lassen und remote ausgeübt werden können. Wer eine solche Aufgabe beherrscht, verkauft keine Hoffnung, sondern eine messbare Leistung. Für Quereinsteiger sieht er darin eine reale Chance, weil digitale Berufe seltener nach formalen Abschlüssen fragen als klassische Karrierewege. Gleichzeitig warnt er davor, ohne Prüfung einem Trend zu folgen: Eine neue Fähigkeit zu lernen sei nur dann sinnvoll, wenn sie zu Persönlichkeit, Zeitbudget und Interessen passe. Wer kommunikativ agiere, fühle sich im Vertrieb wohler; wer analytisch und lieber im Hintergrund arbeite, finde eher im Marketing oder in der Content-Produktion einen Zugang.
Realistische Erwartungen an die ersten Einnahmen
Besonders klar wird Strauss bei der Frage, wie viel in welcher Zeit möglich ist. Das erste Ziel bestehe nicht in einem spektakulären Ergebnis, sondern darin, das Gelernte überhaupt in Einkommen zu übersetzen. Ob es sich dabei zunächst um einige Hundert oder um mehrere Tausend Euro handle, sei zweitrangig. Wichtiger sei, dass jemand den gesamten Prozess eigenständig beherrsche und wiederholen könne. Ein nachhaltiges fünfstelliges Monatseinkommen bezeichnet er als langfristiges Ziel der Zusammenarbeit, ausdrücklich nicht als Einstiegsgröße. Auffällig ist, wie unterschiedlich er Erfolg definiert: Ein zusätzliches Familienbudget von einigen Hundert Euro monatlich zählt für ihn ebenso wie sechsstellige Monatsumsätze eines Agenturinhabers. „Entscheidend ist nicht die Höhe des Einkommens, sondern dass Menschen die Ziele erreichen, die sie sich selbst gesetzt haben“, so Michael Strauss.
Woran Interessenten seriöse Anbieter erkennen können
Auf die Frage nach unseriösen Marktteilnehmern gibt Strauss keine einfache Antwort. Eine pauschale Checkliste existiere nicht, weil viele Anbieter professionell auftreten und sich überzeugend präsentieren. Eine aufwendige Website, eine große Social-Media-Reichweite oder ein hochwertiges Erscheinungsbild seien deshalb kein Qualitätsmerkmal. Aussagekräftiger sei, ob ein Anbieter transparent arbeite, realistische Erwartungen kommuniziere und nachvollziehbar erklären könne, wie die Begleitung Schritt für Schritt abläuft. Wer ausschließlich mit Zahlen und Lebensstil argumentiert, aber den Weg dorthin nicht beschreibt, sollte hinterfragt werden. Strauss selbst rät rückblickend, potenzielle Mentoren und Geschäftspartner gründlich zu prüfen: Seine größten finanziellen Rückschläge seien nicht durch fehlendes Fachwissen entstanden, sondern durch falsche Entscheidungen bei Kooperationen.
Skepsis, die berechtigt ist, und ein Geschäftsmodell, das erklärt werden muss
Dass die Branche mit Vorbehalten konfrontiert ist, hält Strauss für nachvollziehbar. Viele Interessenten hätten bereits Erfahrungen mit überzogenen Versprechen gemacht. Regelmäßig begegnet ihm auch der Einwand, warum jemand ein funktionierendes Modell überhaupt weitergibt. Seine Erklärung: Ein Teil der Absolventen werde in Projekte oder Partnerunternehmen vermittelt, wodurch Auftraggeber qualifizierte Unterstützung erhalten und die Ausgebildeten praktische Erfahrung sammeln. Parallel berät das Unternehmen mittelständische Betriebe bei Marketing, Vertriebsstrategien und Automatisierung. Beide Bereiche greifen ineinander. Ein Persönlichkeitstest steht am Anfang, um die Richtung zu bestimmen; die eigentliche Arbeit beginnt danach mit Bestandsaufnahme, Persönlichkeitsentwicklung, Übung und Begleitung durch Analysegespräche und Einzeltermine. Abhängigkeit sei dabei nicht das Ziel: Wer nach der Ausbildung eigenständig Projekte gewinnen könne, habe verstanden, worum es geht.
Wer prüfen möchte, welche digitale Fähigkeit zu den eigenen Stärken passt, findet den kostenlosen Schnell-Test unter business-schnelltest.de.
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