73 Euro pro Tag: Kärntens Skipass-Preis 2025 knackt erstmals die 70-Euro-Marke
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Eine Tageskarte für die Piste kostet in Kärnten erstmals mehr als 70 Euro. In den 5 größten Skigebieten liegt der Preis für einen Skipass in der Saision 2026/27 bei 73 Euro. Grund sind nach Angaben der Kärntner Seilbahnwirtschaft gestiegene Lohn- und Energiekosten sowie umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur.
- 73 Euro kostet die Tageskarte erstmals in vier großen Skigebieten.
- Die Branche investiert für die kommende Saison zwischen 50 und 60 Millionen Euro.
- Größtes Einzelprojekt ist die 22 Millionen Euro teure Kanzelbahn II auf der Gerlitzen.
- Trotz Trockenheit gilt die Beschneiung laut Branche als gesichert.
Die Zahl und woher sie stammt
Dass eine Tageskarte in Kärnten nun über 70 Euro kostet, bestätigt die Kärntner Seilbahnwirtschaft für die Skigebiete Bad Kleinkirchheim, Gerlitzen, Katschberg und Nassfeld. Alle Kärntner Skigebiete haben ihre Tageskartenpreise angehoben, begründet wird das mit höheren Lohn- und Energiekosten sowie den laufenden Investitionen in Bahnen und Pisten.
Zum Vergleich: Laut Wirtschaftskammer Kärnten steigen Skipasspreise im Land im Durchschnitt um drei bis fünf Prozent. Im kleineren Skigebiet Mühldorf ist ein Tagesticket bereits ab acht Euro zu haben – die Preisspanne zwischen kleinen und großen Kärntner Skigebieten bleibt damit groß.
So viel Geld fließt in neue Bahnen und Beschneiung
Für die Investitionssumme der vergangenen Wintersaison 2025/26 liegen unterschiedliche Angaben vor: Laut Medienberichten liegt die Investitionen der Kärntner Seilbahnwirtschaft bei 53 Millionen Euro, die Wirtschaftskammer Kärnten nennt rund 55 Millionen Euro. Für die kommende Saison 2026/27 rechnet die Branche demnach mit weiteren 50 bis 60 Millionen Euro.
Das größte Einzelprojekt ist die neue Kanzelbahn II auf der Gerlitzen: Für 22 Millionen Euro entsteht eine Zehner-Kabinenbahn, die eine bisherige Vierer-Sesselbahn ersetzt und am 23. Oktober in Betrieb geht. Am Nassfeld fließen rund 13 Millionen Euro in die neue Tressdorfer Almbahn, eine Sechser-Sesselbahn, die im Dezember eröffnet. Weitere 7 Millionen Euro investiert das Nassfeld in Modernisierungen wie ein neues Kinderübungsgelände und zusätzliche Schneeerzeuger.
Warum trotz Trockenheit beschneit werden kann
Moderne Skigebiete benötigen wegen hoher Besucherzahlen und steigender Komfortansprüche flächendeckend künstliche Beschneiung, erklärt Pressesprecher Oliver Pichler. Obwohl 2026 ein trockenes Jahr war, sei die Beschneiung gesichert, da die meisten Speicherteiche gut gefüllt sind oder sich auf dem Weg dahin befinden.
Der Mölltaler Gletscher eröffnet bereits am 23. Oktober, andere Skigebiete folgen je nach Wetterlage Ende November. Die Sommersaison der Kärntner Bergbahnen schließt laut Pichler mit einem einstelligen Prozentplus gegenüber dem Vorjahr ab, in dem 1,1 Millionen Gäste gezählt wurden.
Was Fachleute von den Investitionen erwarten
Josef Bogensperger jun. von der Wirtschaftskammer Kärnten geht davon aus, dass jeder in Skibetrieben umgesetzte Euro bis zu sieben Euro zusätzliche Wertschöpfung im Land auslöst. In der Wintersaison 2024/25 besuchten rund 3,3 Millionen Skifahrerinnen und Skifahrer Kärntner Pisten, was die wirtschaftliche Bedeutung der Branche unterstreicht.
Auch am Katschberg und am Nassfeld investieren die Betreiber in Photovoltaikanlagen zur Eigenstromerzeugung.
Zusammenfassung in Zahlen
- 73 Euro: höchster Tageskartenpreis, erstmals über der 70-Euro-Marke
- 50 bis 60 Millionen Euro: geplante Investitionen der Kärntner Seilbahnwirtschaft
- 22 Millionen Euro: Kosten der neuen Kanzelbahn II auf der Gerlitzen
- 13 Millionen Euro: Investition in die Tressdorfer Almbahn am Nassfeld
- 3,3 Millionen Skifahrerinnen und Skifahrer besuchten 2024/25 Kärntner Pisten
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.