Uni-Budget steigt um 45,5 Prozent: Warum Unis trotzdem von Kürzung sprechen
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Das Budget der österreichischen Universitäten steigt für den Zeitraum 2028 bis 2030 deutlich an. Trotzdem bezeichnet die Universitätenkonferenz das neue Budget als „Katastrophenbudget“.
Woher die Zahl stammt
Die 16 Milliarden Euro für 2028 bis 2030 sind in der Leistungsvereinbarung zwischen Bund und Universitäten festgelegt. Für die vorangegangene Periode 2025 bis 2027 waren den Hochschulen bereits 16,1 Milliarden Euro zugesprochen worden. Die beiden Summen liegen damit nahezu gleichauf, obwohl die neue Periode als Einschnitt wahrgenommen wird.
Der Vergleich mit früheren Perioden
Die Periode 2025 bis 2027 brachte gegenüber der Vorperiode 2022 bis 2024 noch eine Steigerung um fast vier Milliarden Euro oder 31 %. Über den gesamten Zeitraum von 2021 bis zum Budgetentwurf für 2028 wuchs das Uni-Budget nominal um 45,5 %. Rechnet man die Inflation heraus, bleibt davon ein reales Plus von knapp 4 % übrig.
Woran die Kritik liegt
Die Universitätenkonferenz stützt ihre Einschätzung auf die neue Dreijahresperiode allein: Nach Abzug der Inflation bedeute das Budget für 2028 bis 2030 eine reale Kürzung um 10 %. Die unterschiedliche Bewertung erklärt sich aus dem gewählten Vergleichszeitraum – kurzfristig wirkt die Entwicklung negativ, langfristig seit 2021 positiv.
Was die Studierendenzahlen zeigen
Im Studienjahr 2010 begannen rund 32.000 österreichische Studienanfänger ihr Studium, zuletzt waren es nur noch etwa 20.000. Gleichzeitig stammen inzwischen 60 % aller Studienanfänger nicht aus Österreich. Der Ökonom Rainer Münz weist darauf hin, dass die Universitäten trotz des Rückgangs bei heimischen Studierenden ihre Kapazitäten durch die Aufnahme ausländischer Studierender nicht verringert haben.
An der Wirtschaftsuniversität Wien wird unter anderem an einem Studienzweig zu antifaschistischer Ökonomie gearbeitet.