Pendler zahlen mehr: Was Klimaticket und Vignette 2027 künftig kosten
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Beide Preise erhöhen sich um 2 % , deutlich weniger als ursprünglich mit 3,6 % geplant.
Damit setzt die Bundesregierung eine Grenze, die sie selbst als Gebührenbremse bezeichnet. Betroffen sind Pendler, Autofahrer und alle, die öffentliche Verkehrsmittel österreichweit nutzen.
Woher stammt die Erhöhung um 2 Prozent?
Bereits im Herbst 2025 einigte sich die Regierung darauf, Gebühren und Abgaben im Einflussbereich des Bundes nur maßvoll zu erhöhen. Mit dieser Bremse soll die Teuerung unterhalb der Marke von zwei Prozent gehalten werden. Minister Hanke erklärt dazu, man wolle die Haushalte der Bürger damit nicht zusätzlich belasten.
Ohne diese Vereinbarung wäre laut Bundesregierung eine Erhöhung um 3,6 % möglich gewesen – ein Wert, der der aktuellen Inflationsrate von 3,6 % entspricht.
Wie teuer werden Klimaticket und Vignette ab 2027?
Das KlimaTicket Ö Classic kostet 2026 noch 1.400 Euro im Jahr. Bei einer Erhöhung um 2 % steigt der Preis rechnerisch um 28 Euro auf 1.428 Euro. Das ermäßigte Klimaticket für Jugendliche, Senioren und Menschen mit Behinderung liegt derzeit bei 1.050 Euro und würde 2027 auf 1.071 Euro steigen.
Bei der Vignette fällt der Aufschlag kleiner aus: Die Pkw-Jahresvignette kostet aktuell 106,80 Euro, 2027 würden daraus rechnerisch 108,94 Euro, also rund 109 Euro. Die Motorrad-Jahresvignette steigt von 42,70 Euro auf 43,55 Euro. Ab 2027 fällt zudem die klassische Klebevignette weg: Sie wird durch eine digitale Vignette ersetzt, die direkt mit dem Fahrzeugkennzeichen verknüpft ist.
Warum liegt der neue Klimaticket-Preis unter den ursprünglichen Plänen?
Seit der Einführung im Oktober 2021 hat sich der Klimaticket-Preis mehrfach erhöht: von 1.095 Euro über 1.179,30 Euro Anfang 2025 und 1.300 Euro im August 2025 bis zu 1.400 Euro Anfang 2026. Insgesamt ist das Ticket damit um etwa 333 Euro oder rund 30 % teurer geworden als bei seiner Einführung.
Die Anzahl der landesweit gültigen Klimatickets nahm von Ende 2024 bis November 2025 geringfügig ab. Vor diesem Hintergrund erklärt sich, warum die Regierung bei der Erhöhung für 2027 bewusst unter dem ursprünglich diskutierten Wert von 3,6 % geblieben ist.