Minus 8 Grad in Liebenau-Gugu: Warum diese Orte zu Österreichs Kältepolen werden
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In der Nacht vom 23. auf den 24. Oktober 2026 sind die Temperaturen in Österreich an mehreren Orten deutlich unter den Gefrierpunkt gefallen. Als absoluter Spitzenreiter mit minus 8 Grad kristallisierte sich die oberösterreichische Messstation Liebenau-Gugu heraus und zählt damit erneut zu den Kältepolen Österreichs.
Auch in anderen Bundesländern wurden an diesem Morgen klirrende Minusgrade gemessen. Die Werte reihen sich damit in eine lange Liste von Kältemeldungen ein, die bestimmte Stationen regelmäßig an die Spitze der österreichischen Kälte-Statistik bringen.
Die Top-Werte der eisigen Nacht
Nach Liebenau-Gugu folgte Schwarzau im Freiwald in Niederösterreich mit minus 7,3 Grad als zweitkälteste Messstation des Landes. In St. Michael im Lungau sank das Thermometer auf minus 5,5 Grad, in Seckau in der Steiermark auf minus 5,3 Grad.
Auch St. Jakob im Defereggental in Tirol meldete mit minus 5 Grad einen deutlichen Frostwert. Etwas milder, aber ebenfalls im negativen Bereich, lagen Mariapfarr mit minus 4,8 Grad, Tamsweg mit minus 4,7 Grad, Zwettl mit minus 4,2 Grad, Zeltweg mit minus 3,9 Grad und Neumarkt mit minus 3,8 Grad.
Das Geheimnis hinter den extremen Frostzonen
Liebenau-Gugu und Schwarzau im Freiwald tauchen nicht zum ersten Mal in der Kälte-Statistik auf. Beide Orte galten bereits im vorangegangenen Winter sowie Anfang des Jahres 2026 als besonders kälteanfällig.
In Liebenau-Gugu wurden im vergangenen Winter Temperaturen von bis zu minus 29 Grad gemessen, während das Thermometer in Schwarzau im Freiwald extreme minus 28,4 Grad registrierte. Solche Tiefstwerte deuten auf Lagen hin, in denen sich kalte Luft in klaren Nächten besonders gut sammeln und halten kann – ein Effekt, der diese Orte wiederholt an die Spitze der österreichischen Kälterankings bringt.
Was zeigen die Messdaten aus Schwarzau im Freiwald im Detail?
Die Wetterstation in Schwarzau im Freiwald befindet sich auf einer Höhe von 788 Metern und ist Teil des TAWES-Messnetzes von GeoSphere Austria, welches meteorologische Veränderungen im exakten Zehn-Minuten-Takt dokumentiert. Am Donnerstag um 15:00 Uhr erreichte die Station mit 8,1 °C ihren Höchstwert der vergangenen 24 Stunden, ehe die Temperatur am Freitag um 07:00 Uhr auf minus 7,3 °C fiel.
Niederschlag gab es in diesem Zeitraum keinen, zuvor war am Donnerstag mit 4,6 Litern pro Quadratmeter die höchste Regenmenge der vergangenen drei Tage gefallen. Als heftigste Böe registrierte die Station am Donnerstagmittag um 12:10 Uhr einen Wert von 40 km/h. Bei der letzten Aktualisierung am Freitagmorgen um 08:50 Uhr zeigte die Station bereits wieder 1,4 °C.