47 % offen für Wohnortwechsel: Warum die Ausbildungssuche trotzdem meist zu Hause endet
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Für eine Ausbildung den Wohnort zu wechseln, kommt für die meisten Jugendlichen nicht infrage. Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) können sich nur 47 % der ausbildungsinteressierten Jugendlichen vorstellen, für eine Lehrstelle umzuziehen.
Mehr als die Hälfte lehnt einen Wohnortwechsel ab oder ist sich noch unsicher, zeigt eine Befragung von Jugendlichen der Abschlussklassen, die zuvor die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit in Anspruch genommen hatten.
Offenheit für Umzug
Von den umzugsbereiten Jugendlichen bleibt der Großteil lieber in der Nähe: 33 % wollen nur innerhalb ihrer unmittelbaren Umgebung umziehen. Nur 14 % wären bereit, für eine Ausbildung deutschlandweit den Wohnort zu wechseln. Die Mehrheit sucht damit lieber eine Lehrstelle in erreichbarer Nähe, statt sich für die Ausbildung komplett neu niederzulassen.
Warum Wohnkosten bremsen
Unter jenen, die nicht umziehen möchten, nennen 56 % zu hohe Wohnkosten als Hauptgrund gegen einen Wechsel. Fast ebenso oft spielt die soziale Bindung eine Rolle: etwas mehr als die Hälfte der Ablehnenden führt eine starke Bindung an Familie, Freundeskreis oder vertrautes Umfeld an. Hinzu kommt die Distanz zum Elternhaus: Für fast jeden vierten Jugendlichen sind zu lange und zu teure Heimfahrten ein Hindernis.
Unterschiede nach Schulabschluss
Wie offen Jugendliche für einen Wohnortwechsel sind, hängt stark vom Schulabschluss ab. Unter Abiturientinnen und Abiturienten können sich 64 % einen Umzug für die Ausbildung vorstellen. Bei Hauptschülerinnen und Hauptschülern sind es nur 38 %. Gerade bei Hauptschülerinnen und Hauptschülern gilt bei jedem Zweiten das Geld fürs Wohnen als größtes Hindernis für einen Umzug, stärker noch als im Gesamtdurchschnitt der Befragten.