15,1 % mehr für Haushaltsenergie: Warum Heizöl und Gas in Österreich so stark steigen
Autohaus Temmer vergibt top KFZ-Mechaniker Jobs mit Aufstiegsmöglichkeiten in Leibnitz
Ein Job als Quereinsteiger in Leibnitz? Bei Partl Bau sind die Chancen besonders hoch
Haushaltsenergie ist in Österreich im September 2026 um 15,1 % teurer als im Vorjahresmonat und erreicht damit einen neuen Höchststand. Gegenüber August 2026 stiegen die Preise um 3,9 %. Damit liegt die Energiepreissteigerung deutlich über der allgemeinen Inflationsrate von 3,6 Prozent im September 2026.
Hinter dem Durchschnittswert verbergen sich sehr unterschiedliche Entwicklungen je nach Energieträger. Wer mit Öl heizt, zahlt deutlich mehr als vor einem Jahr, während Strombeziehende sogar sparen.
Woher die Zahl kommt
Die 15,1 % beziehen sich auf den Jahresvergleich September 2026 zu September 2025 für die gesamte Haushaltsenergie in Österreich. Im Monatsvergleich zu August 2026 betrug der Anstieg 3,9 %. Zum Vergleich: Die Inflationsrate insgesamt lag im selben Zeitraum bei 3,6 % – ohne Heizöl und Treibstoffe wäre sie mit 2,4 Prozent spürbar niedriger ausgefallen.
Am stärksten zeigt sich der Unterschied beim Heizöl: Die Preise lagen im September 2026 um 63,1 % über dem Vorjahreswert, nach einem Anstieg von 10,6 % allein gegenüber August 2026. Gas verteuerte sich im Jahresvergleich um 11,8 Prozent, Fernwärme um 5,1 %.
Was bei den einzelnen Energieträgern unterschiedlich ausfällt
Nicht jede Energieform folgt demselben Trend. Während Heizstoffe teils drastisch teurer wurden, sank der Strompreis im Jahresvergleich.
- Heizöl kostete im September 2026 um 63,1 % mehr als im Vorjahr und war damit der stärkste Preistreiber.
- Gas verteuerte sich im Jahresvergleich um 11,8 %, Fernwärme um 5,1 %.
- Holzpellets stiegen im Jahresvergleich um 34,5 %, Brennholz um 4,0 %.
- Strom sank im Jahresvergleich um 9,3 %, nachdem er im August 2026 bereits um 10,7 % niedriger lag als ein Jahr zuvor.
Woran das liegt
Der Rückgang bei Strom geht laut kosmo.at auf eine Senkung der Elektrizitätsabgabe und eine Reduktion des Erneuerbaren-Förderbeitrags zurück. Zusätzlich wirken ein Sozialtarif und ein Sommer-Netztarif preisdämpfend.
Bei Heizöl und Treibstoffen spielt dagegen die internationale Rohölentwicklung eine Rolle: Der Brent-Ölpreis stieg laut ifo Institut zeitweise auf über 100 US-Dollar pro Barrel. Auch in Deutschland zeigt sich ein ähnliches Bild: Dort lagen die Energiepreise im September 2026 um 14,9 % über dem Vorjahresniveau und trieben die Gesamtinflation von 2,8 % im Juli über 2,9 Prozent im August auf 3,3 % im September.
Was Fachleute erwarten
Für Deutschland rechnet das ifo Institut für 2027 mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 3,0 %. Dort soll eine befristete Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 14,04 Cent je Liter zwischen Oktober und Dezember 2026 die Inflationsrate im Oktober um rund 0,3 Prozentpunkte dämpfen.
Die Europäische Zentralbank hat ihren Leitzins 2026 zweimal angehoben, zuletzt auf 2,50 %. Bei einer Inflationsrate von 3,3 % in Deutschland bleibt der Realzins damit weiterhin negativ – Sparguthaben verlieren also real an Wert, solange die Teuerung über dem Zinsniveau liegt.
Zusammenfassung in Zahlen
- Haushaltsenergie Österreich: +15,1 % im Jahresvergleich, +3,9 % zum Vormonat.
- Heizöl: +63,1 % im Jahresvergleich, +10,6 % zum Vormonat.
- Gas: +11,8 % im Jahresvergleich, Fernwärme: +5,1 %.
- Strom: -9,3 % im Jahresvergleich, Inflation gesamt Österreich: 3,6 %.