9,089 Milliarden Kronen EBITDA: Was die neuen Zahlen von Norsk Hydro verraten
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Norsk Hydro hat im dritten Quartal 2026 ein bereinigtes EBITDA von 9,089 Milliarden norwegischen Kronen erzielt. Das sind 51,6 % mehr als im Vorjahreszeitraum, als der Konzern 5,996 Milliarden Kronen auswies. Zudem hat sich der Gewinn je Aktie mehr als verdoppelt.
Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg von 1,0 auf 2,3 norwegische Kronen. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 5.263 Millionen Kronen, bereinigt um Sondereffekte lag er bei 4.372 Millionen Kronen. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2026, als das bereinigte EBITDA bei 8.923 Millionen Kronen lag, legte der Konzern damit nur noch leicht um 1,9 % zu – die Erholung hatte sich also schon im Frühjahr abgezeichnet.
Woher kommt der Gewinnsprung bei Norsk Hydro?
Norsk Hydro begründet den Anstieg mit höheren Allin-Metallpreisen und gestiegenen Aluminiumoxidpreisen. Der PAX-Aluminapreis lag zum Ende des dritten Quartals 2026 bei 370 US-Dollar je Tonne. Gleichzeitig erreichten die norwegischen Schmelzanlagen des Konzerns eine Rekordproduktion an Flüssigmetall.
Eine Zeit lang bremsten Störungen bei der Erdgasversorgung die Produktion am Standort Alunorte. Norsk Hydro sicherte sich daraufhin eine alternative LNG-Versorgung und stellte die Aluminiumoxidproduktion dort wieder vollständig her.
Wie unterscheiden sich die Geschäftsbereiche?
Nicht jede Sparte profitierte gleichermaßen von der Erholung. Während der Bereich Aluminium Metal von steigenden Metallpreisen deutlich zulegte, entwickelten sich zwei andere Sparten rückläufig.
Im Bereich Bauxite & Alumina fiel das bereinigte EBITDA von 1.290 Millionen Kronen im Vorjahr auf nur noch 283 Millionen Kronen – ein Rückgang von rund 78 %. Auch die Sparte Energy verzeichnete mit 411 Millionen Kronen deutlich weniger als die 828 Millionen Kronen aus dem Vorjahresquartal, ein Minus von etwa 50 %.
Was plant der Konzern für die kommenden Monate?
Norsk Hydro senkte sein Investitionsziel für das Jahresende 2026 von ursprünglich 13,5 Milliarden auf 12,5 Milliarden Kronen. Gleichzeitig hob der Konzern das Ziel für das Netto-Betriebskapital von 30 auf 32 Milliarden Kronen an.
Die Nettoverschuldung sank im Laufe des dritten Quartals 2026 von 16,3 auf 15,4 Milliarden Kronen, die bereinigte Nettoverschuldung von 22,8 auf 21,9 Milliarden Kronen. Der freie Cashflow lag bei 1,4 Milliarden Kronen, die zwölfmonatige bereinigte Eigenkapitalrendite bei 12,5 %.
Beim Werk Slovalco in der Slowakei läuft nach einer Vereinbarung mit der slowakischen Regierung seit August 2026 die Wiederaufnahme der Primäraluminiumproduktion. Die erste Phase soll bis Ende Februar 2027 eine jährliche Kapazität von 75.000 Tonnen erreichen.
Mit der HalZero-Technologie produzierte Norsk Hydro zudem erstmals Aluminium im industriellen Maßstab außerhalb von Laborversuchen; die norwegische Förderstelle Enova stellte dafür 82 Millionen Kronen für die Konzeptentwicklung eines Industriepiloten bereit.