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Startseite Umfragen und Studien 445 Patienten in Bristol-Studie: Warum die Dialyse-Alternative nicht schadet

445 Patienten in Bristol-Studie: Warum die Dialyse-Alternative nicht schadet

Die Studie der University of Bristol zeigt, dass der Verzicht auf Dialyse weder Lebensdauer noch Lebensqualität älterer Patienten verschlechtert.

Ein ruhiger Krankenhausflur mit leerem Sessel symbolisiert die Dialyse-Alternative für ältere Patienten – Foto: mspark0 / Pixabay
Foto: mspark0 / Pixabay

Eine Dialyse-Alternative für ältere Menschen mit Nierenversagen hat sich in einer Studie der University of Bristol als unbedenklich erwiesen: An der sogenannten Prepare for Kidney Care Studie nahmen 445 Patienten teil. Die Forscher untersuchten, ob ein strukturierter Ansatz ohne Dialyse Nachteile gegenüber der Standardbehandlung mit sich bringt.

Die Studie war randomisiert angelegt, die Teilnehmer wurden also nach dem Zufallsprinzip einer Gruppe zugeteilt. Geleitet wurde die Untersuchung von der University of Bristol, die sich gezielt mit älteren Patienten befasste, bei denen eine Dialyse bislang als nahezu automatische Folge eines Nierenversagens gilt.

Vergleich zur Dialyse

Im Mittelpunkt stand der Vergleich zwischen der etablierten Dialysebehandlung und dem strukturierten Ansatz ohne Dialyse. Laut der University of Bristol wirkte sich der Verzicht auf die Dialyse nicht negativ auf die Gesamtlebensdauer der Teilnehmer aus. Auch bei der Lebensqualität zeigte sich demnach kein Nachteil gegenüber der Standardtherapie.

Diese Befunde widersprechen der bisherigen Annahme, dass ältere Patienten mit Nierenversagen ohne Dialyse zwangsläufig schlechter dastehen. Die Studie liefert damit erstmals belastbare Zahlen zu einer Fragestellung, die in der Nierenheilkunde bislang vor allem auf Erfahrungswerten beruhte.

Gründe für die Wirkung

Der getestete Ansatz setzt auf eine weniger medizinisch geprägte Betreuung als die klassische Dialyse. Statt der regelmäßigen, oft belastenden Behandlungstermine stand bei den Teilnehmern eine strukturierte Begleitung im Mittelpunkt, die der University of Bristol zufolge ausreicht, um Lebensdauer und Lebensqualität zu erhalten.

Für Ärzte und Angehörige bedeutet das: Die Entscheidung gegen eine Dialyse muss bei älteren Patienten nicht automatisch mit einem schlechteren Verlauf einhergehen. Die Daten aus der Prepare for Kidney Care Studie liefern dafür erstmals eine konkrete Vergleichsbasis.

Erste Studie ihrer Art

Die Prepare for Kidney Care Studie wird von der University of Bristol als weltweit erste Studie dieser Art beschrieben. Damit liegt erstmals eine randomisierte Untersuchung vor, die eine Dialyse-Alternative für ältere Menschen mit Nierenversagen systematisch mit der Standardbehandlung vergleicht.

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