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Startseite Umfragen und Studien Rheinmetall-Aktie bricht 18,5 Prozent ein: Warum ein verschobener Boxer-Auftrag den Kurs stürzen lässt

Rheinmetall-Aktie bricht 18,5 Prozent ein: Warum ein verschobener Boxer-Auftrag den Kurs stürzen lässt

Eine erneut gesenkte Umsatzprognose und ein verschobener Großauftrag schicken die Rheinmetall-Aktie auf das tiefste Niveau seit Februar 2025 – Analysten ziehen daraus sehr unterschiedliche Schlüsse.

Ein Kursdiagramm mit fallender roter Linie symbolisiert den Kurssturz der Rheinmetall Aktie nach der Gewinnwarnung – Foto: AhmadArdity / Pixabay
Foto: AhmadArdity / Pixabay

Die Rheinmetall-Aktie ist am Donnerstag zeitweise um 18,5 % eingebrochen. Grund ist eine Gewinnwarnung des Konzerns, die bereits die zweite Senkung der Umsatzprognose für 2026 binnen drei Monaten bedeutet. Auslöser ist die Verschiebung eines großen Boxer-Auftrags ins kommende Jahr.

Der Kurs fällt auf das tiefste Niveau seit Februar 2025

Um 09:43 Uhr notierte das Papier auf der Handelsplattform Lang & Schwarz noch bei 834,50 Euro, ein Tagesverlust von 12,1 %. Im Tagesverlauf fiel der Kurs zeitweise auf knapp 819 Euro. Ein solches Kursniveau hatte die Rheinmetall-Aktie zuletzt im Februar 2025 erreicht. Der Kurseinbruch markiert damit eine deutliche Zäsur für den Rüstungskonzern.

Vom Rekordhoch bei knapp 2.000 Euro auf weniger als die Hälfte

Vor etwa einem Jahr hatte die Rheinmetall-Aktie noch ein Rekordhoch von knapp über 2.000 Euro erreicht. Seitdem hat sich der Kurs um mehr als die Hälfte verringert. Der aktuelle Einbruch verschärft damit einen Abwärtstrend, der schon länger andauert.

Fünfte Gewinnwarnung in elf Monaten mit mehreren Ursachen

Zum zweiten Mal binnen drei Monaten hat Rheinmetall seine Umsatzerwartung für 2026 nach unten korrigiert. Zugleich schränkte der Konzern seinen Ausblick für die operative Ergebnismarge ein. Insgesamt ist es bereits die fünfte Umsatz- oder Gewinnwarnung des Unternehmens innerhalb von elf Monaten.

  • Ein großer Boxer-Auftrag verschiebt sich ins kommende Jahr.
  • Auch das Projekt Arminius verzögert sich zeitlich.
  • Ebenso verschiebt sich das Projekt Destinus.
  • Das operative Ergebnis im dritten Quartal lag bei 553 Millionen Euro, verfehlte aber die Erwartungen beim Umsatz und beim bereinigten Gewinn je Aktie.

Trotz der verfehlten Erwartungen legten Umsatz und zurechenbarer Gewinn im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr zu, auch der Auftragseingang stieg. Das operative Geschäft wächst also weiter, nur langsamer als von Rheinmetall selbst in Aussicht gestellt.

Analysten von JPMorgan und Citigroup bewerten die Lage unterschiedlich

Er bezweifelt zudem, dass die Pläne für zahlreiche Gemeinschaftsunternehmen realistisch sind, die Rheinmetall seit Oktober 2024 verfolgt. Perry senkte sein Kursziel auf 1.150 Euro, nachdem er zum Jahreswechsel noch 2.250 Euro angesetzt hatte, und stuft die Aktie auf der Bewertungsliste von JPMorgan als negativ ein.

Welche Einschätzung näher an der Realität liegt, dürfte sich beim Kapitalmarkttag zeigen, den Rheinmetall für den 27. November 2026 angekündigt hat.

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