7 Prozent Plus: Was die Weltbank für Lebensmittelpreise 2027 erwartet
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Die Weltbank prognostiziert für 2027 einen weiteren Anstieg der Lebensmittelpreise um 7 %. Damit steigen die Preise im Supermarkt in Deutschland und Österreich bereits das zweite Jahr in Folge deutlich, nachdem sie im laufenden Jahr 2026 schon um rund 10 % gegenüber dem Vorjahr zugelegt hatten.
Woher die Zahl stammt
Die Prognose stammt von der Weltbank, die regelmäßig die globale Entwicklung von Rohstoff-, Energie- und Lebensmittelpreisen beobachtet. Beim Tempo der Teuerung erwartet sie für 2027 demnach eine leichte Abschwächung gegenüber dem laufenden Jahr.
Energie- und Rohstoffpreise zogen 2026 deutlich an
Parallel zu den Lebensmitteln verteuerte sich 2026 auch Energie massiv: Die Weltbank rechnet mit einem Anstieg der Energiepreise um knapp ein Drittel gegenüber dem Vorjahr. Die Rohstoffpreise insgesamt sollen im gleichen Zeitraum um 23 % gestiegen sein. Für 2027 erwartet die Weltbank dagegen, dass sowohl Energie- als auch Rohstoffpreise insgesamt wieder nachgeben.
Krieg zwischen USA und Iran als Hauptursache
Als Hauptgrund für die gestiegenen Energiepreise nennt die Weltbank den Krieg zwischen den USA und dem Iran. Durch den Konflikt brach der Warentransport durch die Straße von Hormus weitgehend ein, und selbst Monate nach Beginn der Kämpfe bewegt sich das Volumen durch diese bedeutende Meerenge deutlich unterhalb des Vorkriegsniveaus.
Daneben führt die Weltbank unterbrochene Getreidelieferungen, widrige Witterungsbedingungen sowie gestiegene Kosten für Kraftstoff und Düngemittel als weitere Ursachen für die fortdauernde Verteuerung von Nahrungsmitteln an.
Weltbank warnt vor einer möglichen Nahrungsmittelkrise
Die Prognosen der Weltbank gelten nur, wenn sich die bestehenden Konflikte nicht wesentlich verschärfen und die globalen Lieferketten für Rohstoffe nicht weiter beeinträchtigt werden. Eskaliert der Krieg zwischen USA und Iran weiter oder halten die Schäden an der russischen Ölinfrastruktur an, könnten die Energiepreise nach Einschätzung der Weltbank noch stärker steigen als bisher angenommen.
Auch stärkere Auswirkungen des Wetterphänomens El Niño könnten laut Weltbank eine Nahrungsmittelkrise auslösen. Nach Einschätzung der Weltbank könnte eine solche Entwicklung, vergleichbar mit der Situation zu Beginn der 2010er-Jahre, die Zahl der Menschen in extremer Armut weiter erhöhen.
Aktuell beziffert die Weltbank die Zahl der Menschen in extremer Armut auf etwa 811 Millionen, wobei als Schwelle ein Lebensstandard von unter drei US-Dollar täglich gilt.
Was die Zahlen für Verbraucher bedeuten
Für Haushalte in Deutschland und Österreich bedeutet die Prognose: Die Entlastung an der Supermarktkasse lässt weiter auf sich warten. Selbst wenn Energie- und Rohstoffpreise 2027 wie erwartet nachgeben, bleiben Lebensmittel nach den Zahlen der Weltbank teurer als im Vorjahr – nach einem Plus von rund 10 % im Jahr 2026 kommt demnach ein weiteres Plus von 7 % hinzu.
- Lebensmittelpreise 2026: rund 10 % Anstieg gegenüber dem Vorjahr.
- Lebensmittelpreise 2027: weiteres Plus von 7 % laut Weltbank-Prognose.
- Energiepreise 2026: Anstieg um etwa ein Drittel, für 2027 wird ein Rückgang erwartet.
- Rohstoffpreise 2026: Anstieg um 23 %, für 2027 wird ebenfalls ein Rückgang erwartet.
- Extreme Armut weltweit: rund 811 Millionen Menschen, definiert als weniger als drei US-Dollar Einkommen pro Tag.