36,7 Prozent teurere Agrarkosten: Warum Landwirte noch immer unter dem Ukraine-Krieg leiden
Autohaus Temmer vergibt top KFZ-Mechaniker Jobs mit Aufstiegsmöglichkeiten in Leibnitz
Landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland zahlen für ihre Betriebsmittel aktuell 36,7 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus Angaben der Bundesregierung hervor. Besonders stark schlagen dabei die Kosten für Düngemittel zu Buche.
Die Preissteigerung ist kein neues Phänomen, hat sich aber seit 2022 deutlich verschärft. Schon im ersten Quartal 2021 lag die Teuerung bei landwirtschaftlichen Betriebsmitteln bei 4,8 % – ein moderater Wert im Vergleich zu dem, was folgte.
Wie stark sind die Kosten seit 2022 gestiegen?
Im vierten Quartal 2022 erreichte die Preissteigerung für landwirtschaftliche Betriebsmittel mit 52,4 % ihren bisherigen Höchststand. Seitdem bleibt das Niveau hoch: Die aktuelle Steigerung von 36,7 % zeigt laut Bundesregierung, dass sich die Lage zwar leicht entspannt hat, aber weit von den Werten vor 2022 entfernt ist.
Als wesentlichen Grund für den Sprung ab 2022 nennt die Bundesregierung den Überfall Russlands auf die Ukraine. Zusätzlich verweist sie auf den Iran-Krieg, durch den wichtige Handelsrouten und Produktionsstandorte am Golf gesperrt wurden, was die Preise weiter unter Druck setzt.
Welche Betriebsmittel treiben die Preise?
Besonders betroffen sind laut Bundesregierung mehrere zentrale Düngemittel. Die Kosten dafür haben sich in den vergangenen Jahren erheblich erhöht und belasten die Betriebe direkt in der laufenden Produktion.
- Die Preise für Stickstoff sind gestiegen.
- Die Preise für Phosphorsäure sind gestiegen.
- Die Preise für Kali sind gestiegen.
- Die Preise für Kalk sind gestiegen.
Insgesamt sind Düngemittel laut Bundesregierung zwischen 50 % und 70 % teurer geworden. Hinzu kommt ein weiterer Kostenblock, der die Düngemittelproduktion selbst verteuert.
Was steckt hinter den steigenden Kosten?
Dünger wird energieintensiv hergestellt, weshalb auch die Energiepreise direkt in die Produktionskosten einfließen. Die Bundesregierung beziffert diesen Effekt konkret: Die Energiekosten haben sich gegenüber dem Düngemittelpreis von 2020 im laufenden Jahr verdreifacht.
Diese Entwicklung erklärt, warum sich die Betriebsmittelkosten trotz eines gewissen Rückgangs seit dem Höchststand 2022 weiterhin auf einem hohen Niveau bewegen.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.