50 Millionen Euro für PFAS-Sanierung am Flughafen Salzburg: Woher die Altlast stammt
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Der Flughafen Salzburg bereitet die zweite Phase einer Sanierung vor, die Böden und Grundwasser von PFAS-Rückständen befreien soll. Die Gesamtkosten der PFAS-Sanierung werden auf etwa 50 Millionen Euro geschätzt. Die Belastung geht auf frühere Übungen mit PFAS-haltigen Löschschäumen bei der Flughafenfeuerwehr zurück.
Ausmaß der Altlast
Untersuchungen am Flughafen ergaben rund 50.000 Kubikmeter belastetes Erdreich. Im Grundwasser hat sich eine Schadstofffahne mit einer Länge von etwa 3,5 Kilometern gebildet. Nach Angaben des Flughafens ist die öffentliche Trinkwasserversorgung davon nicht betroffen, da die Verunreinigung lokal begrenzt bleibt.
Wer die Kosten trägt
Zur Deckung der Kosten hat der Flughafen beim österreichischen Altlastensanierungsfonds einen Zuschuss von bis zu 30 Millionen Euro beantragt. Die verbleibenden Kosten trägt der Flughafen aus eigenen Mitteln. Damit stammt rund drei Fünftel der geschätzten Sanierungskosten aus der staatlichen Förderung, der Rest aus dem Betriebsbudget.
Der Zeitplan
In der zweiten Sanierungsphase soll unterirdisch eine bis zu 25 Meter tiefe Dichtwand entstehen, ergänzt um weitere Brunnen und eine neu gebaute Anlage zur Reinigung des Grundwassers. Rund 56.000 Quadratmeter bislang unversiegelter Flächen sollen abgedichtet werden.
Die Vorerkundungen beginnen im Sommer 2027, Dichtwand und Entnahmebrunnen entstehen 2028. Oberflächenabdichtung und neue Reinigungsanlage sollen 2029 fertig sein, der Abschluss der gesamten Sanierung ist für 2030 vorgesehen.
Woran die Umsetzung hängt
Vorgesehen ist, den Großteil der Arbeiten 2028 und 2029 auszuführen; ob das gelingt, hängt jedoch von den nötigen Behördengenehmigungen und einer geklärten Entsorgung des verunreinigten Erdreichs ab. Für diese Entsorgung fehlen in Österreich bislang verbindliche rechtliche Grundlagen.
Schon 2023 startete mit Maßnahmen zur Reinigung des Grundwassers die erste Phase der Sanierung, die so lange weiterläuft, bis die neuen Anlagen vollständig in Betrieb sind. Der Flughafen hat deshalb bereits ein Zwischenlager für das belastete Erdreich eingerichtet.