8.000 Franken Tierarztkosten: Warum Spenden für Tierheime gerade so knapp werden
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Eine offizielle Statistik zum Spendenrückgang im Tierschutz existiert bislang nicht. Was es gibt, sind einzelne Spendenaufrufe von Tierheimen und Tierrettungsvereinen, die auf sinkende Einnahmen und steigende Kosten hinweisen. Ein Beispiel liefert das Katzenheim Muttenz im Baselbiet.
Die Zahl und woher sie stammt
Nach Angaben von Joel Hofer vom Katzenheim Muttenz beliefen sich die Tierarztkosten für drei Fundkatzen namens Santi, Sugo und Taco auf etwa 8.000 bis 9.000 Franken. Das entspricht laut Hofer rund zehn Prozent des gesamten jährlichen Tierarztbudgets des Heims, das zwischen 40 und 50 Katzen beherbergt. Die Spendeneinnahmen für das Heim sind zuletzt deutlich gesunken, wie Hofer berichtet.
Woran das liegt
Der Tierschutzbund führt den Rückgang der Spenden laut Hofer auf weltweite Krisen, Kriege und Umweltkatastrophen zurück. Das Katzenheim verfolgt seit Monaten eine strikte Sparplanung, doch die verfügbaren Mittel reichen laut Hofer trotzdem nicht aus. Weitere Sparmaßnahmen seien nötig, sollen aber bei der Tierpflege möglichst gering ausfallen.
Wie einzelne Fälle die Lage zeigen
Kater Santi hatte bei seiner Aufnahme deformierte und vereiterte Ohren, die inzwischen behandelt wurden; er wird nach Einschätzung des Heims künftig nur eingeschränkt hören können. Das Katzenheim hat zuletzt mehrere schwer erkrankte Fundtiere aufgenommen, von denen viele unter langjähriger Vernachlässigung oder unbehandelten Krankheiten litten.
Eine Vermittlung ohne vorherige tierärztliche Behandlung schließt das Heim grundsätzlich aus. Für die drei genannten Katzen läuft aktuell ein Spendenaufruf, sie selbst stehen zur Adoption bereit.
Wie andere Vereine die Finanzierung organisieren
Auch andere Organisationen schildern ähnliche Abhängigkeiten. Der Tierrettungsdienst Freiburg erhält nach eigenen Angaben keine öffentliche finanzielle Unterstützung und ist deshalb ausschließlich auf Spenden angewiesen, während die Zahl der aufgenommenen Fundtiere stetig steigt. Spenden und Beiträge lassen sich dort steuerlich absetzen.
Das bisherige Spendenkonto bei der Postbank Karlsruhe wird zum 30. November 2026 aufgelöst. Für Spenden ab 15 Euro bietet der Verein eine Stofftasche, ab 30 Euro einen Tierschutzkalender als Dankeschön an; die Produktion des Kalenders für das kommende Jahr werde laut Verein durch allgemeine Preissteigerungen erschwert.