294 Euro sparen Steirer im Monat: Warum das Geld meist am falschen Ort liegt
Autohaus Temmer vergibt top KFZ-Mechaniker Jobs mit Aufstiegsmöglichkeiten in Leibnitz
Ein Job als Quereinsteiger in Leibnitz? Bei Partl Bau sind die Chancen besonders hoch
Steirer legen derzeit im Schnitt 294 Euro im Monat zur Seite, wie eine Studie der Steiermärkischen Sparkasse zeigt. Das ist weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig bleibt das Sparbuch mit Abstand die beliebteste Anlageform, obwohl Fachleute vor Kaufkraftverlusten warnen.
Österreichweit sparen Menschen laut einer Studie im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen durchschnittlich 306 Euro monatlich, 14 Euro weniger als im Vorjahr. Die Erhebung von IMAS International befragte dafür zwischen 13. Juli und 4. August 2026 insgesamt 1.382 Personen im Alter von 16 bis 76 Jahren online.
Woher die Zahl stammt
Der Wert von 294 Euro für die Steiermark stammt aus einer Studie der Steiermärkischen Sparkasse. Er liegt nahe am österreichweiten Durchschnitt von 306 Euro aus der IMAS-Erhebung für Erste Bank und Sparkassen. Inflationsbereinigt entspricht das aktuelle Sparniveau in Österreich laut dieser Studie dem von 2016.
Dass weniger Geld übrig bleibt, zeigt sich auch an der Zufriedenheit: Nur noch etwas mehr als ein Drittel der Befragten ist mit dem eigenen Sparbetrag zufrieden, 2016 waren es noch 50 Prozent. Ein Drittel der Befragten kann aktuell überhaupt kein Geld zur Seite legen, vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.
Warum sinkt der Sparbetrag trotzdem?
Ein Grund liegt in der gesamtwirtschaftlichen Sparquote: Die Sparquote der privaten Haushalte sank 2025 auf 10,0 Prozent, das WIFO erwartet für 2026 einen weiteren Rückgang auf 8,7 Prozent. Hinzu kommt ein deutliches Geschlechtergefälle: Männer sparen laut der IMAS-Erhebung durchschnittlich 384 Euro monatlich, Frauen nur 227 Euro – ein Unterschied von rund 70 Prozent.
Für die Steiermark zeigt sich zusätzlich ein Strukturproblem bei der Geldanlage. 73 Prozent der Steirer nutzen laut der Studie der Steiermärkischen Sparkasse weiterhin das Sparbuch oder Sparkonto als Sparform, obwohl sich die Inflation zwischen Ende 2015 und Mitte 2026 auf 43 Prozent summierte. Wer sein Geld in diesem Zeitraum stattdessen breiter gestreut angelegt hätte, wäre nach Berechnung der Sparkasse deutlich besser gefahren:
- Das MyFocus Global Equity-Portfolio erzielte im selben Zeitraum einen nominalen Wertzuwachs von rund 111 Prozent.
- 10.000 Euro hätten darin inflationsbereinigt eine Kaufkraft von 14.756 Euro erreicht.
- Das defensivere MyFocus Classic-Portfolio kam auf einen nominalen Zuwachs von rund 54 Prozent.
- 10.000 Euro wären darin auf eine Kaufkraft von 10.790 Euro gekommen.
Was Fachleute erwarten
Österreichweit zeichnet sich ein Umdenken ab: Wertpapiere werden laut der IMAS-Erhebung von 40 Prozent der Befragten als Sparform genutzt und liegen damit erstmals vor dem klassischen Bausparen mit 34 Prozent.
Auch die Steiermärkische Sparkasse beobachtet diesen Trend im eigenen Fondsbestand: Der Anteil der Aktienfonds stieg zwischen 2016 und Juni 2026 von einem Sechstel auf 42 Prozent, während Cash- und Rentenfonds im selben Zeitraum von einem Drittel auf 16 Prozent zurückgingen. Das gesamte Investmentfondsvolumen der Bank wuchs dabei auf das 2,5-Fache.
Als Sparmotiv nennen nur 33 Prozent der Steirer eine spätere Immobilienfinanzierung, dafür finden 39 Prozent ein übertragbares Sparangebot für junge Menschen interessant.
Großeltern unterstützten Enkel dabei zunehmend direkt mit finanziellen Mitteln oder durch Immobilienkauf, so Kröpfl.