Bis zu 20 % höhere Ryanair-Ticketpreise: Warum Kerosinkosten den Sparkurs erzwingen
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Ryanair erwägt nach eigenen Angaben Ticketpreiserhöhungen von bis zu 20 %. Grund sind stark steigende Kerosinkosten, die den Gewinn des Unternehmens belasten.
Gewinn bricht ein
Im zweiten Geschäftsquartal, das die Monate Juli bis September umfasst, sank der Gewinn nach Steuern bei Ryanair um 6 % auf 1,6 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026/27 fiel der Gewinn sogar um 15 %. Als Ursache nennt das Unternehmen vor allem die hohen Kerosinkosten im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt.
Teure Spätbuchungen
Der Nahost-Konflikt hat Reisende verunsichert und zu späteren, kurzfristigeren Buchungen geführt. Diese Zurückhaltung drückte zusätzlich auf die Ticketpreise, da Kunden ihre Flüge erst kurz vor dem Reisetermin buchten statt wie üblich im Voraus. Für Ryanair bedeutete das in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres niedrigere Erlöse je verkauftem Ticket.
Sparprogramm geplant
Um die steigenden Kosten auszugleichen, plant Ryanair ein umfassendes Kostensenkungsprogramm.
Das Unternehmen prüft zudem, die Personalbesetzung an Bord anzupassen und stärker auf künstliche Intelligenz zu setzen, wobei europäische Vorschriften weiterhin eine Mindestzahl an Flugbegleitern je Sitzplatzzahl vorschreiben.
Ryanair hat nach eigenen Angaben in der Vergangenheit bereits Kapazitäten an Flughafen-Standorten abgezogen, wenn Gebühren und Abgaben aus Sicht des Unternehmens zu hoch ausfielen. Sorahan geht davon aus, dass das Ölpreisniveau auch in den kommenden zwölf Monaten hoch bleibt.
Teurere Tickets 2027
Trotz der angespannten Kostenlage kündigte das Unternehmen zugleich einen Aktienrückkauf im Umfang von 800 Millionen Euro an.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.