24 von 25 Semmeln überzeugen im Semmel-Test: Warum ausgerechnet die Hofer-Backbox durchfällt
Autohaus Temmer vergibt top KFZ-Mechaniker Jobs mit Aufstiegsmöglichkeiten in Leibnitz
Eine neue Untersuchung des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) gemeinsam mit der AMA Marketing kommt zu folgendem Ergebnis: Von 25 geprüften Kaisersemmeln aus Bäckereien und Supermärkten in Wien und Niederösterreich schnitt die große Mehrheit mit gut oder sehr gut ab.
Nur eine Semmel fiel in der Bewertung spürbar ab. Untersucht wurden unter anderem Gewicht, Salzgehalt, mikrobielle Belastung und Schimmelpilzgifte im Labor, ergänzt durch eine sensorische Prüfung von Fachleuten und Konsumenten sowie eine Bewertung, wie transparent die Produktangaben ausfielen.
Zwölf Mal sehr gut, zwölf Mal gut
Von den 25 getesteten Semmeln erreichten zwölf die Bestnote sehr gut, weitere zwölf die Note gut. Nur ein einziges Produkt verfehlte eine gute Bewertung: die Hofer-Backbox-Kaisersemmel.
Warum die Hofer-Backbox als einzige durchfiel
Bei der Hofer-Backbox-Kaisersemmel kritisierten die Tester Konsistenz und Aroma. Der Biss wurde als zäh und trocken beschrieben, zudem fielen säuerliche, leicht alkoholische oder fremdartige Noten auf. Damit war sie laut VKI und AMA Marketing das einzige der 25 Produkte, das kein gut oder sehr gut erreichte.
Salzgehalt liegt im Schnitt 13 % über den Angaben
Ein zweiter Befund betrifft den Salzgehalt: Im Labor gemessene Werte lagen im Durchschnitt rund 13 % über den Angaben der Hersteller. Bei einem der geprüften Produkte fiel die Differenz mit fast 60 % besonders deutlich aus.
Pro 100 Gramm Gebäck stecken in den getesteten Semmeln durchschnittlich etwa 1,6 Gramm Salz, was bei einer einzelnen Semmel ungefähr einem Gramm entspricht. Das deckt bereits rund 20 % der von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen maximalen Tagesmenge Salz für Erwachsene.
Diese Abweichungen betreffen die Deklaration, nicht die Sicherheit: Die gemessenen Werte bei Schimmelpilzgiften und Keimen lagen in allen Fällen unauffällig unter den Grenzwerten. Die Lücke zeigt sich vor allem bei der Genauigkeit der Herstellerangaben zum Salzgehalt.
Herkunft und Gütesiegel: Was die Hersteller angeben
Der VKI erhielt von 24 kontaktierten Herstellern Antworten; sämtliche Rückmeldungen bestätigten die Verwendung von Mehl aus heimischem Getreide sowie eine Produktion innerhalb Österreichs. Die Bäckerei Öfferl beantwortete die Herkunftsanfrage dagegen nicht. Neun von 25 Semmeln tragen das AMA-Gütesiegel oder AMA-Biosiegel, das laut AMA Marketing garantiert, dass Getreide, Anbau, Ernte, Lagerung und Verarbeitung aus Österreich stammen.
Beim Thema Transparenz sehen VKI und AMA Marketing noch Luft nach oben: In Supermärkten lassen sich Zutatenlisten meist einfacher einsehen als in Bäckereien, während bei manchen Supermarkt-Backboxen entsprechende Angaben nur per QR-Code abrufbar sind. Zudem fehlen bei manchen Produkten Angaben zum Stückgewicht.