JUPITER AI Factory: Wie 24.000 NVIDIA-Superchips Start-ups beim KI-Training helfen sollen
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Die JUPITER AI Factory (JAIF) in Jülich baut ihre Zusammenarbeit mit NVIDIA aus. Ziel ist es, Start-ups, Mittelständlern und Forschenden kostenlosen Zugang zu einer der leistungsstärksten Recheninfrastrukturen Europas zu geben. Hinter dem Vorhaben steht eine KI-Förderung von 25 Millionen Euro für die JAIF.
Herzstück der Kooperation ist der Supercomputer JUPITER, Europas erster Exascale-Rechner. Die Inbetriebnahme erfolgte im September 2025, wobei das System seine Leistung aus circa 24.000 NVIDIA Grace Hopper-Superchips bezieht. Daneben steht die Cloud-Plattform JARVIS, die speziell für KI-Inferenz und skalierbare Nutzerdienste ausgelegt ist.
Woher die Fördersumme stammt
Die 25 Millionen Euro fließen in den Betrieb und die Ausrichtung der JUPITER AI Factory als Ganzes. Zusätzliche 30 Millionen Euro werden für die Inferenz-Plattform JARVIS bereitgestellt, gemeinschaftlich getragen von der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Nordrhein-Westfalen. JUPITER selbst wird zur Hälfte von der EuroHPC JU getragen, die restlichen 50 % teilen sich das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen je zur Hälfte.
Die JAIF ist kein isoliertes Projekt. Sie gehört zu einem europäischen Netzwerk aus 19 KI-Fabriken und 13 KI-Fabrik-Antennen, die gemeinsam den Zugang zu Rechenleistung für KI-Training in Europa ausbauen sollen.
Was Start-ups von der NVIDIA-Kooperation haben
Die Zusammenarbeit zwischen JAIF und NVIDIA Inception bringt neben Rechenzeit auch Schulungs- und Mentoring-Angebote mit sich. Dazu zählen das NVIDIA AI Technology Center und die Open-Hackathon-Initiative. Ein NVIDIA Application Lab ist bereits am Standort Jülich angesiedelt.
Start-ups und kleine sowie mittlere Unternehmen (KMU) können die Ressourcen über das NVIDIA Inception-Portal oder reguläre Antragswege bei der JAIF beziehen. Damit richtet sich das Angebot gezielt an Gründerinnen und Gründer, die eigene KI-Modelle trainieren wollen, ohne dafür eine eigene Infrastruktur aufzubauen.
Im Einzelnen umfasst das Angebot folgende Bausteine:
- Kostenloser Zugang zu Rechenzeit auf JUPITER für Start-ups, KMU, Forschende und Industrie.
- Zugriff auf die Cloud-Plattform JARVIS für KI-Inferenz und skalierbare Dienste.
- Schulungs- und Mentoring-Programme über das NVIDIA AI Technology Center und Hackathons.
- Direkter Zugang über das NVIDIA Inception-Portal oder reguläre Antragsverfahren der JAIF.
Was Fachleute von der Partnerschaft erwarten
Thomas Lippert, Koordinator der JAIF, sieht die Zusammenarbeit mit NVIDIA als maßgeblich für die Stärken von JUPITER und die Flexibilität von JARVIS an. Tobias Halloran von NVIDIA beschreibt, dass Gründerinnen und Gründer in deutschen Forschungseinrichtungen bislang früh an infrastrukturelle Grenzen stießen, wenn sie eigene KI-Modelle trainieren wollten.
Das Jülich Supercomputing Centre (JSC) arbeitet bereits seit vielen Jahren mit NVIDIA im Bereich Hochleistungsrechnen und GPU-gestützter Forschung zusammen. Die aktuelle Kooperation baut auf dieser langjährigen Partnerschaft auf und erweitert sie um einen direkten Zugang für den Mittelstand.