27 Millionen Euro für Grazer Trinkwasser: Warum die 75 Jahre alte Leitung weichen muss
Autohaus Temmer vergibt top KFZ-Mechaniker Jobs mit Aufstiegsmöglichkeiten in Leibnitz
Für das Trinkwasser in Graz hat die Holding Graz ein Großprojekt gestartet: Insgesamt 27 Millionen Euro fließen in die Erneuerung der zentralen Transportleitung TL700, die das Wasserwerk Feldkirchen mit dem Stadtgebiet verbindet. Ein zentraler Bauabschnitt ist bereits in Betrieb.
Die Zahl im Detail
Die TL700 ist 6,8 Kilometer lang und hat einen Durchmesser von 700 Millimetern. Über diese Leitung werden im Durchschnitt 15 % des täglichen Grazer Wasserbedarfs gedeckt. In Spitzenzeiten oder wenn andere Versorgungswege ausfallen, kann der Anteil auf bis zu 50 % steigen.
Alte Leitung am Limit
Verlegt wurde die bestehende Leitung schon im Jahr 1950, sie steht damit seit über 75 Jahren im Einsatz.
Der Baufortschritt
Der erste Bauabschnitt zwischen Karlauergürtel und Gasrohrsteg wurde bereits 2025 verlegt und in Betrieb genommen; er umfasste rund die Hälfte der neuen Leitung. Die Strecke zwischen Gasrohrsteg und dem Wasserwerk Feldkirchen war Mitte Oktober 2026 baulich abgeschlossen und ging am 21. Oktober 2026 in Betrieb. Zusätzlich entstand zwischen 7. April und 3. Juli 2026 eine DN-300-Verbindungsleitung zwischen Puntigamer Brücke und Puchstraße.
Mehr als nur Wasser
Im Rahmen der Baumaßnahmen kamen rund 6.800 Meter neue Transportleitungen sowie weitere 1.300 Meter an Versorgungsleitungen in den Boden, ergänzt durch etwa 5.000 Meter Leerverrohrungen, die später Daten- und Stromkabel aufnehmen sollen. Gleichzeitig wurden eine 4,5 Kilometer lange Stromtrasse mit 20 kV, eine 3,3 Kilometer lange Glasfaserleitung und eine 3,5 Kilometer lange Beleuchtungstrasse mit etwa 120 neuen Mastfundamenten errichtet.
Beim Material setzt die Holding Graz vollständig auf Recycling: Die neuen Rohre bestehen komplett daraus, während rund 250 Tonnen Gussmaterial der alten Leitung wiederverwendet werden sollen. Für die neue Trasse mussten zudem etwa 80 Bäume weichen, im Gegenzug sind 190 neue Pflanzungen geplant.
Weitere Arbeiten betreffen zusätzliche Stromkabel für das Wasserwerk, damit dieses auch bei Stromausfällen versorgt bleibt; die bauliche Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für Sommer 2027 geplant.