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Startseite Geld und Steuern 41 % halten Altersvorsorge mit 50 für zu spät: Was eine Beispielrechnung zeigt

41 % halten Altersvorsorge mit 50 für zu spät: Was eine Beispielrechnung zeigt

Wer erst mit 50 beginnt, kann bis zum Rentenstart mit staatlicher Förderung zwischen 35.100 und 46.800 Euro ansparen, zeigt eine Beispielrechnung zum neuen Altersvorsorgedepot.

Eine Hand legt Münzen in ein Sparglas auf einem Holztisch als Symbolbild für Altersvorsorge mit 50 – Foto: nattanan23 / Pixabay
Foto: nattanan23 / Pixabay

Fast jeder Zweite der 50- bis 64-Jährigen hält Altersvorsorge mit 50 für aussichtslos: Laut einer Civey-Umfrage im Auftrag des Finanzdienstleisters Raisin sagen 41 % dieser Altersgruppe, private Vorsorge komme für sie zu spät. Eine Beispielrechnung zum neuen Altersvorsorgedepot zeigt jedoch, dass sich selbst ein später Start noch lohnt.

Die Skepsis hängt stark vom Alter ab: Bei jüngeren Befragten liegt der Anteil, der private Vorsorge für zu spät hält, laut derselben Umfrage nur bei 13 bis 17 %. Zum 1. Januar 2027 löst das neue Altersvorsorgedepot die bisherige Riester-Rente ab und soll gerade späten Einsteigern eine einfache staatliche Förderung bieten.

Wie funktioniert die Förderung beim neuen Altersvorsorgedepot?

Die maximale jährliche Grundzulage beim Altersvorsorgedepot beträgt 540 Euro. Die volle Förderung gibt es ab einem Eigenbeitrag von 1.800 Euro im Jahr, das entspricht einem Monatsbeitrag von 150 Euro. Wer diesen Betrag ab 50 Jahren einzahlt, profitiert über die gesamte restliche Erwerbszeit von der staatlichen Zulage.

Rechenbeispiel

Wie viel am Ende zusammenkommt, hängt davon ab, wie lange eingezahlt wird. Bei einem monatlichen Beitrag von 150 Euro ab dem 50. Lebensjahr ergeben sich je nach Einzahlungsdauer folgende Summen aus eigenen Beiträgen und staatlichen Zulagen:

  • Bis zum 65. Lebensjahr: 27.000 Euro eigene Beiträge plus 8.100 Euro Zulagen ergeben 35.100 Euro.
  • Bis zum 67. Lebensjahr: 30.600 Euro eigene Beiträge plus 9.180 Euro Zulagen ergeben 39.780 Euro.
  • Bis zum 70. Lebensjahr: 36.000 Euro eigene Beiträge plus 10.800 Euro Zulagen ergeben 46.800 Euro.

Nach derzeitiger Planung ist die Auszahlung des Altersvorsorgedepots zwischen dem 65. und dem 70. Geburtstag möglich. Wer also länger arbeitet oder den Start der Auszahlung verschiebt, vergrößert die Endsumme spürbar, ohne den Monatsbeitrag zu erhöhen.

Wer nutzt die Zeit bis zur Rente bereits aktiv?

Dass sich auch mit 50 noch etwas bewegen lässt, zeigt sich bereits heute: 12 % der 50- bis 64-Jährigen haben im vergangenen Jahr mehr für die Altersvorsorge getan als zuvor. Weitere 11 % hatten sich das zwar vorgenommen, sind aber nicht aktiv geworden. Zusammengenommen sind das fast ein Viertel der Altersgruppe, bei der sich die Haltung zur eigenen Vorsorge zumindest gedanklich bereits verändert hat.

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