VW, BMW, Mercedes: So groß ist der China-Schock der deutschen Autobauer
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Der chinesische Gesamtmarkt ist deutlich geschrumpft. Diese Marktschrumpfung trifft deutsche Autobauer besonders hart: Volkswagen, BMW, Mercedes-Benz, Audi und Porsche büßten im chinesischen Geschäft noch stärker Marktanteile ein als der Gesamtmarkt.
Die Zahl im Detail
Die Schrumpfung um ein Fünftel bezieht sich auf den Zeitraum zwischen Januar und August. Für deutsche Hersteller fiel der Rückgang in China im ersten Quartal 2026 teils deutlich höher aus: Bei BMW lag das Minus bei 10 Prozent, bei Volkswagen bei 15 Prozent und bei Mercedes-Benz lag es bei mehr als einem Viertel. Zum Vergleich: Weltweit verkaufte BMW im selben Quartal 565.748 Fahrzeuge, ein Rückgang von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Volkswagen kam allein auf dem chinesischen Markt auf 548.700 Einheiten (minus 4 Prozent), Mercedes-Benz verkaufte sechs von hundert Fahrzeugen weniger als im Vorjahr. Porsche verzeichnete mit einem Rückgang von 14,7 Prozent und 61.000 verkauften Fahrzeugen den stärksten Einbruch unter den deutschen Premiumherstellern.
Woran der Einbruch liegt
Hinter der Marktschrumpfung steht eine doppelte Entwicklung. Chinesische Hersteller haben bei Maschinen, Autos und Chemieerzeugnissen technisch aufgeholt und profitieren zugleich von staatlichen Subventionen sowie einer offensiven Währungspolitik. Dadurch werden chinesische Produkte für Kunden im eigenen Land wie auch in Europa zunehmend attraktiver. Gleichzeitig strömen chinesische Billigprodukte zu Dumping-Preisen in europäische Märkte und verschärfen die Lage für deutsche Anbieter auf zwei Fronten gleichzeitig.
Verlorenes Vertrauen
Lange galten die Geschäfte in China für deutsche Unternehmensführer als sichere Ertragsquelle, auf deren dauerhaften Fortbestand viele vertrauten. Ein deutscher Automanager bezeichnete die jüngsten Geschäftsmonate in China inzwischen als sehr schwierig. Die Zahlen bestätigen diese Einschätzung: Während der Autoabsatz in China branchenweit schrumpft, verlieren ausgerechnet die deutschen Premiummarken schneller Boden als chinesische und andere internationale Konkurrenten.
Ausgleich im Westen
Abseits von China zeigen die Bilanzen ein gemischtes Bild. In den USA belastete die schwache Verbraucherstimmung vor allem Mercedes-Benz, dessen Absatz dort um 12 Prozent einbrach. BMW kam mit einem moderateren Rückgang von 4,3 Prozent davon, während Volkswagen in Nordamerika insgesamt um 10,4 Prozent schrumpfte. Innerhalb Europas zeigten sich je nach Marke unterschiedliche Entwicklungen: Auf dem Heimatmarkt stabilisierte sich das Geschäft, europaweit stand für BMW ein Plus von 3 Prozent zu Buche. Volkswagen verzeichnete in Westeuropa ein Absatzplus von etwa einem Vierundzwanzigstel, bei Mercedes-Benz stagnierten die Verkäufe auf dem europäischen Kernmarkt jedoch spürbar.
Die Gewinne im Westen reichen bislang jedoch nicht aus, um die chinesischen Marktanteilsverluste vollständig auszugleichen. Der chinesische Automarkt bleibt für Volkswagen, BMW, Mercedes, Audi und Porsche damit das zentrale Problemfeld.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.