Pro Medicus schließt 43-Millionen-Dollar-Vertrag: Warum die Aktie trotzdem 38 % verloren hat
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Der australische Softwarekonzern Pro Medicus hat mit dem US-Gesundheitssystem Virtua Health einen neuen Vertrag über 43 Millionen australische Dollar geschlossen. Die siebenjährige Vereinbarung bringt die Cloud-Bildgebungsplattform Visage 7 in fünf Krankenhäuser in Süd-New Jersey.
Der Vertrag im Detail
Unterzeichnet hat die US-Tochtergesellschaft Visage Imaging, die Pro Medicus bereits 2009 übernommen hatte. Seitdem konzentriert sich der Konzern stärker auf Medizinbildgebungstechnologie. Das Vertragsmodell basiert auf transaktionalen Lizenzen, bei denen die Abrechnung an der tatsächlichen Nutzung hängt, nicht an einer festen Pauschale.
Virtua Health als Kunde
Virtua Health beschäftigt rund 15.000 Mitarbeiter und arbeitet mit mehr als 3.000 angegliederten Ärzten und Klinikern zusammen. Das Gesundheitssystem unterhält zudem akademische Partnerschaften mit der Rowan University, mit Penn Medicine und dem Children’s Hospital of Philadelphia.
Die neue Plattform soll unternehmensweit Zugriff auf medizinische Bilder schaffen und die Bildverteilung direkt mit dem bestehenden Electronic-Health-Record-System von Virtua verknüpfen.
Technik und Zeitplan
Die eingeführte Visage-7-Plattform umfasst die Komponenten Viewer, Workflow, Open Archive und ein neues Angebot für Kardiologie-Bildgebung. Bestehende Bilddaten aus dem bisherigen Picture-Archiving-and-Communication-System von Virtua werden dafür in das Visage 7 Open Archive migriert. Die Planungsphase für den Rollout soll unmittelbar beginnen, live gehen soll das System zwischen Ende des zweiten und Anfang des dritten Quartals 2027.
Strategie und Kursverlauf
Pro Medicus meldet darüber hinaus eine starke Pipeline weiterer Kontraktmöglichkeiten in allen Marktsegmenten.
An der Börse zeigt sich davon bislang wenig: Die Aktie notiert aktuell bei 182,50 australischen Dollar nach einem Tagesplus von 1,43 %, bewegte sich in den vergangenen 52 Wochen aber zwischen 107,75 und 291,00 australischen Dollar und liegt binnen zwölf Monaten um 38 % im Minus.