Rheinpegel Kaub fällt auf 3 Zentimeter: Warum der Regen kaum hilft
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Der Pegel Kaub am Rhein zeigt aktuell nur 3 Zentimeter, wie der Meteorologe Dominik Jung mitteilt. Kaub gilt als eine der wichtigsten Messstellen für die Schifffahrt auf dem Rhein, weil der Flussabschnitt dort besonders flach ist und so den Tiefgang für Frachtschiffe bestimmt.
Rekordtief im Oktober
Normal wären an dieser Stelle rund 2 Meter. Noch dramatischer war die Lage wenige Tage zuvor: Am 1. Oktober lag der Pegel Kaub laut Jung bei minus 6 Zentimetern – der niedrigste Wert seit Beginn der Messungen. Im Vergleich dazu wirkt der aktuelle Stand von 3 Zentimetern fast wie eine leichte Erholung, bleibt aber weit unter dem, was für eine normale Schifffahrt nötig ist.
Trockene Böden als Ursache
Die Ursache liegt in einem extrem trockenen Spätsommer. Im Saarland fielen im gesamten September weniger als 5 Liter Regen pro Quadratmeter. Solche Mengen reichen nicht annähernd aus, um die Flusspegel zu stabilisieren. Hinzu kommt: Selbst wenn jetzt mehr Regen fällt, sickert er zunächst in die ausgetrockneten Böden, bevor er den Flüssen überhaupt zugutekommt.
Kaltfront bringt Regen
Eine markante Kaltfront sorgt seit dieser Woche für einen Wetterumschwung. Der Deutsche Wetterdienst erwartete ab Mittwochabend zunehmend Schauer und vereinzelte Gewitter, nachdem die Höchsttemperatur am Mittwoch noch bei 25 Grad gelegen hatte.
Von Westen her erfasste das Regengebiet in der Nacht zum Donnerstag nach und nach das ganze Land, im Norden wehte dabei zeitweise ein stürmischer Wind. Laut Meteorologe Karsten Brandt sinken die Temperaturen im Süden und Westen um etwa zehn Grad gegenüber den Vortagen auf Werte zwischen 14 und 18 Grad.
In Nordrhein-Westfalen fallen laut Jung bis Freitagabend zwischen 30 und 40 Liter Regen pro Quadratmeter, im Südwesten können es bei Gewittern kurzfristig rund 20 Liter in wenigen Stunden sein. Im Osten bleibt die große Regenflut nach seinen Angaben hingegen zunächst aus. Tagsüber sinken die Werte am Freitag auf 12 bis 18 Grad, nachts kühlt es auf 3 bis 11 Grad ab, sodass in niedrigeren Lagen bereits Frost am Boden möglich wird.
Schnee auf den Gipfeln
In den Alpen sinkt die Schneefallgrenze in der Nacht zum Freitag teils unter 1.500 Meter. Am Wochenende fallen laut t-online in höchsten Lagen zwischen 10 und 20 Zentimeter Neuschnee, die Schneefallgrenze sinkt bis dahin auf etwa 1.000 Meter am Alpenrand.
Regionen wie das Allgäu, das Berchtesgadener Land und das Gebiet um die Zugspitze bekommen demnach eine geschlossene Schneeschicht. Auch auf Mittelgebirgsgipfeln wie Feldberg und Fichtelberg sind Schneeschauer möglich, im Flachland bleibt es dagegen bei kaltem Regen und Graupel.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.